Mögliche Zwangsfusion

Ungewisse Zukunft bremst Arbeitserleichterung im Amt Gnoien aus

Wegen einer angespannten Personalsituation will die Amtsverwaltung Gnoien mit neuer Software die Buchhaltung effektiver gestalten. Doch der Amtsausschuss zögert.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Die Zukunft des Amtes Gnoien steht auf der Kippe.
Die Zukunft des Amtes Gnoien steht auf der Kippe. Torsten Bengelsdorf
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Gnoien.

Die Ungewissheit über die Zukunft des Amtes Gnoien hat erste praktische Konsequenzen. Der Amtsausschuss blockierte den Antrag der Verwaltung zur Beschaffung neuer Software. Das neue Programm sollte für die Abrechnung der Beiträge für den Wasser- und Bodenverband eingesetzt werden und die Bearbeitung deutlich effektiver gestalten. Bislang erfolgt die Buchführung wie in den 1990er-Jahren mittels Excel-Tabellen. Mittlerweile gibt es speziell angepasste Software für diesen Bereich, wie die stellvertretende Leiterin der Amtsverwaltung, Jeanett Höter, erläuterte.

Dennoch entschied der Amtsausschuss, die Umstellung auf Eis zu legen. Ausschlaggebend dafür, auf die Modernisierung zu verzichten, war der Umstand, dass das avisierte System nicht kompatibel mit der Abrechnung im Amt Tessin wäre. Gnoien muss nämlich damit rechnen, nach der Kommunalwahl die eigene Amtsverwaltung zu verlieren und durch das Innenministerium dem Nachbaramt Tessin angegliedert zu werden.