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Video könnte Kälbchen-Killer überführen

Nicht weit vom Fundort der Kälbchen-Überreste wurde ein geheimnisvolles Tier gefilmt. Zu erkennen war es aber nicht genau.
Nicht weit vom Fundort der Kälbchen-Überreste wurde ein geheimnisvolles Tier gefilmt. Zu erkennen war es aber nicht genau.
Felix Nessler

Einen Tag, nachdem eines ihrer Kälber gerissen wurde, haben die Zarnekower Milchbauern den Räuber jetzt möglicherweise zu Gesicht bekommen.

Es sind ganze 13 Sekunden. Ein Mitarbeiter der Zarnekower Agrargenossenschaft hat ein Filmchen dieser Länge am Donnerstag mit seinem Handy aufgenommen. „Wir hatten ja gesagt, dass wir jetzt mit erhöhter Aufmerksamkeit reagieren werden“, meint Norbert Petrich, der in dem Zarnekower Betrieb für die Rinderwirtschaft verantwortlich ist. Am Donnerstag war auf einer Kuh-Weide das Skelett eines Kalbs entdeckt worden. Sofort wurde der Verdacht laut, dass das Tier Opfer eines Wolfs geworden sein könnte.

„Wir haben dann noch nach der Mutterkuh Ausschau gehalten, als die Herde plötzlich sehr unruhig wurde und die Tiere alle in Richtung Tränke drängten“, berichtet Petrich. Just in dem Moment sei an der Waldkante ein hellbraunes bis gelbes Tier aufgetaucht. Sein Mitarbeiter habe sofort das Smartphone gezückt, um die Beobachtung zu filmen – allerdings aus 200 Meter Entfernung.

Zu sehen sei ein Vierbeiner, der deutlich größer ist als ein Fuchs und eine weiße Schwanzspitze habe, erklärte Jäger Dirk Wortmann, nachdem er sich am Freitag das Video angeschaut hatte. „Es ist ein hundeähnliches Tier. Aber um da Genaueres zu sagen, dazu ist es viel zu weit weg“, sagt Wortmann. Er hält es auch für unwahrscheinlich, dass der Räuber zum Tatort zurückkehrt und dann auch noch zufällig gefilmt wird. So aufregend das 13-Sekunden-Video auch zunächst erschien: „Es hilft uns nicht wirklich weiter“, schätzte Wortmann ein.