Viel Kleinholz vor der Gartsbruch-Bühne: Die Stürme der vergangenen Wochen haben dem Neukalener Stadtwald mächt
Viel Kleinholz vor der Gartsbruch-Bühne: Die Stürme der vergangenen Wochen haben dem Neukalener Stadtwald mächtig zugesetzt. Torsten Bengelsdorf
Sturmschäden

Viel Bruch im Gartsbruch – Neukalen ruft zum Aufräumen

In dem Waldstückchen haben die Stürme der letzten Wochen besonders heftig gewütet. Die Peenestadt will den Pächter nicht allein lassen und wendet sich an ihre Bürger.
Neukalen

Nach drei Jahren soll es nun erstmals wieder so weit sein: Neukalen feiert wieder im Gartsbruch sein Stadt- und Vereinsfest. Allerdings nun erst am 20.  August, weil sich die Peenestadt nicht mit anderen Festen in der Umgebung ins Gehege kommen will. Viel Zeit also noch, um das Festgelände rund um die Bühne aufzuräumen. Und da gibt es nach den Stürmen der vergangenen Wochen eine ganze Menge zu tun. Selbst ältere Neukalener können sich kaum erinnern, dass Unwetter in dem städtischen Waldstück so viele Bäume auf einmal umgeworfen haben. Der Name „Garts-Bruch“ scheint nach den Sturmtiefs „Nadia“, „Zeynep“ und Co. eine ganz neue Bedeutung bekommen zu kommen.

Helfern winkt kostenloses Brennholz

Die Wege sind mittlerweile alle wieder freigeräumt. Dafür hat auch der Stadtbauhof gesorgt. An vielen Stellen stapeln sich bereits die zersägten Baumstämme. Doch um nun auch wieder abseits der Wege Ordnung in das Waldstück zu bringen, wäre der Pächter des Waldes wohl überfordert, schätzt Bürgermeister Willi Voß (CDU) ein, nachdem er sich mit dem Pächter die Sturmschäden angeschaut hatte.

Die Stadt will den Waldbewirtschafter nun auch nicht allein lassen und hatte bereits einen Aufruf gestartet: Wer einen Sägeschein besitzt, der könne bei den Aufräumarbeiten mithelfen und sich auch Brennholz kostenlos mitnehmen. Es geht um viele Festmeter Holz, aber auch um die Baumkronen, die mit beseitigt werden müssen. Etwa zehn Leute hätten sich zu einem ersten Termin zur Einweisung gefunden, berichtete Willi Voß und ist damit auch ganz zufrieden.

Arbeitseinsatz am 2. April

Bis nun im Wald die Natur erwacht und die Vegetation einsetzt, soll zumindest der vordere Bereich des Gartsbruchs wieder in Ordnung sein. Dazu ist am 2.  April ein „Subbotnik“ geplant, kündigte der Bürgermeister auf der jüngsten Stadtvertretersitzung an. Dann soll auch das viele Kleinholz wie Geäst und Gestrüpp an den Wegesrand gebracht werden, wo es später vom Stadtbauhof geschreddert werden soll. Treffpunkt ist am 2.  April um 9  Uhr vor der Gartsbruch-Bühne. Nach getaner Arbeit wird die Feuerwehr dann für eine kräftige Mahlzeit sorgen.

Den hinteren Bereich des Waldstückes wolle man sich dann eventuell für den Herbst aufheben. „Wir sind jetzt noch am Überlegen, ob für die vielen umgestürzten Bäume Nachpflanzungen sinnvoll sind“, sagt Willi Voß. „Die Förster meinen zwar, das wächst alles allein wieder nach. Aber das müssen wir sehen.“

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