FINANZHILFEN VOM LAND

Viele Gemeinden aus dem Teterower Raum sind ihre Altschulden bald los

Seit der Wiedervereinigung schleppen viele Gemeinden einen finanziellen Rucksack von Krediten aus DDR-Zeiten mit. Jetzt gibt vor allem für die kleineren Kommunen eine Chance, diesen bald abzuschütteln.
Etliche Gemeinden aus dem Teterower Raum könnten ihre Altschulden bald los sein.
Etliche Gemeinden aus dem Teterower Raum könnten ihre Altschulden bald los sein. © vegefox.com - stock.adobe.com
Teterow ·

Eine ganze Reihe von Kommunen in der Teterower Region werden demnächst von ihren Altschulden befreit. Die Haushalte dieser Gemeinden sind noch immer mit Verbindlichkeiten aus DDR-Immobilien belastet. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Torsten Renz erläuterte, hat der Landtag diese Beträge mit einer Änderung des Finanzausgleichsgesetzes nun als Soforthilfe vereinbart.

Dies bedeute eine vollständige Ablösung von Wohnungsbau-Altkrediten, die jetzt bereits geringer als 200  000  Euro sind. Laut Renz betrifft dies die Gemeinden Alt Sührkow, Altkalen, Boddin, Dalkendorf, Finkenthal, Groß Roge, Groß Wokern, Groß Wüstenfelde, Hohen Demzin, Lelkendorf, Lühburg, Prebberede, Schwasdorf, Thürkow, Walkendorf und Warnkenhagen. Weitere Gemeinden werden zunächst einen großen Teil ihrer Altschulden los, es sind die Gemeinden Behren-Lübchin, Dahmen, Jördenstorf und Schorssow.

Für Teterow wird noch Lösung gesucht

Auch für Gemeinden, deren Altverbindlichkeiten deutlich über 200 000 Euro liegen wie etwa Teterow, werde es eine Lösung geben, versichert Renz. Hier sei das Innenministerium beauftragt, mit der EU nach Lösungen zu suchen, um auch diese Gemeinden beziehungsweise ihre Wohnungsunternehmen spürbar zu entlasten. „Nach meiner Wahrnehmung ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir auch hier zu einer sinnvollen Lösung kommen“, erklärte Renz.

Die Verbindlichkeiten stammen aus Krediten, mit denen Städte und Gemeinden zu DDR-Zeiten Wohnungsbau betrieben hatten. Torsten Renz: „Im Einigungsvertrag hätte dies damals anders geregelt werden müssen. Endlich ist der erste Schritt gemacht, um das Problem zu lösen.“

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