Breitband-Ausbau
Vier Firmen buddeln in Teterow bald für schnelles Internet

Derzeit warten die Bauleute noch auf offenes Wetter, um mit der Verlegung der Glasfaserkabel im Stadtgebiet von Teterow fortfahren zu können.
Derzeit warten die Bauleute noch auf offenes Wetter, um mit der Verlegung der Glasfaserkabel im Stadtgebiet von Teterow fortfahren zu können.
Eberhard Rogmann

140 Kilometer Kabel werden in den kommenden Monaten in Teterow verlegt – die umfangreichste Baumaßnahme seit Jahren. Damit verbundene Einschränkungen sollen aber gering bleiben.

Wenn in den kommenden Nächten die Temperaturen unter die Marke von minus zehn Grad fallen, herrscht auf den Baustellen frostige Stille. Doch die Signale sind bereits auf Grün gesetzt für eine umfassende Tiefbaumaßnahme in den Straßen Teterows. Das Jahr 2018 steht voll im Zeichen der Breitbanderschließung. Etwa anderthalb Millionen Euro werden die Stadtwerke dafür investieren. Es wird nicht nur den Kosten nach das größte Vorhaben, sondern auch vom Umfang der Arbeiten. Baustellen werden im gesamten Stadtgebiet aufgemacht. Vier Firmen werden ab dem Frühjahr gleichzeitig in verschiedenen Bereichen zur Tat schreiten.

Befürchtungen, dass in den Sommermonaten wegen der umfangreichen Arbeiten kein Durchkommen in der Stadt herrschen wird, treten die Stadtwerke als Auftraggeber entgegen. Der Bauablauf werde sich deutlich von der Verlegung der Kanalisation in der Vergangenheit unterscheiden, versichert Stadtwerkechef Klaus Reinders. Das sei besonders dem Umstand geschuldet, dass die Verlegung der Leerrohre nicht unter der Straße, sondern im Bereich der Gehwege erfolgt. Die Versorgungsleitungen kommen auch relativ flach ins Erdreich, nämlich in der Regel knapp einen halben Meter tief.

Vielfach muss nicht mal ein Graben geöffnet werden

Auf weiten Abschnitten brauchen die Gehwege auch gar nicht aufgemacht zu werden. „Da wird durchgeschossen. Diese Technologie haben wir bereits bei vorausgegangenen Baustellen genutzt. Das funktioniert ganz gut“, merkt Reinders an. Insgesamt werden 45 Kilometer Leerrohre unter die Erde gebracht. Die Länge der zu verlegenden Glasfaserkabel wird mit etwa 140 Kilometer angegeben.

Die Arbeiten sollen vor Weihnachten abgeschlossen sein. Es liegt ein konkreter Terminplan für einzelne Straßen vor. Dem zufolge sind die ersten Straßenzüge noch im ersten Halbjahr am Breitbandnetz. Vorgesehen ist für jedes Wohngebäude ein Hausanschluss. Die Leistungsfähigkeit des Netzes erstreckt sich in den dreistelligen Megabytebereich und umfasst die Übertragung von Telefondaten, Fernsehprogrammen und Internetaktivitäten. Diese Zielstellung werde in der Praxis erreicht, heißt es aus den Stadtwerken mit Verweis auf bereits angeschlossene Wohngebiete.