GESPERRT NACH NEUBAU

Warum liegt Parkplatz in Malchin an der Kette?

Die Bauarbeiter sind vom neuen Betonpflaster des Malchiner Nordquartiers längst abgezogen und dennoch darf hier noch kein Auto rauf. Das sorgt nun bei einigen Malchinern bereits für Unmut. Und auch für Spekulationen, warum der Parkplatz noch gesperrt bleiben muss.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Der Parkplatz zwischen Karl-Dressel- und Schultetusstraße ist längst fertig und trotzdem wird kein Auto raufgelassen. Und da
Der Parkplatz zwischen Karl-Dressel- und Schultetusstraße ist längst fertig und trotzdem wird kein Auto raufgelassen. Und das soll wohl auch noch einige Wochen so bleiben. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Für Autos sind die etwa 90 Stellplätze auf dem neu angelegten Parkplatz an der Karl-Dressel-Straße in Malchin immer noch tabu, obwohl sich die Bauarbeiter doch in den vergangenen Monaten mächtig ins Zeug gelegt hatten, das Betonpflaster so rasch wie möglich fertig zu bekommen. Spätestens nachdem nun seit der vergangenen Woche auch noch die Petersilienstraße in Malchins Innenstadt zur Baustelle geworden ist, hätte man wohl damit rechnen können, dass Malchins Großparkplatz nun endlich freigegeben wird. Durch die Straßensperrung hat sich die Parkplatz-Situation in der Innenstadt jetzt nämlich weiter verschärft, zumal auch noch viele Urlauber in Malchin unterwegs sind. Woran liegt es, dass Malchins innerstädtischer Abstellplatz im sogenannten Nordquartier immer noch mit zwei miteinander verketteten Bauzäunen abgeriegelt ist?

Der Volksmund hat dafür eine ganz simple Erklärung: Da einige Autofahrer in ihrer Not derzeit ihr Gefährt häufiger dort abstellen, wo es eigentlich verboten ist, würde die Stadt über ihren Ordnungsdienst auch mehr Knöllchen verteilen und damit indirekt an dem gesperrten Großparkplatz auch noch verdienen.

Alles Quatsch, heißt es dazu aus dem Rathaus. Es seien bisher in diesem Sommer nicht mehr Knöllchen ausgeteilt worden als in den vergangenen Jahren. Zumal man ja den Autofahrern entgegengekommen sei und die Parkscheinautomaten in der Wargentiner Straße außer Betrieb genommen habe. Aber eben auch nur dort.

Was ist also dann der Grund, dass die Autos noch um den neuen Parkplatz schleichen müssen? „Es fehlen noch die Lampen für den Parkplatz, die wurden noch nicht geliefert. Und ohne Beleuchtung können wir den Platz aus Gründen der Verkehrssicherheit noch nicht freigeben“, sagt Stadtrat Theodor Feldmann. Mit den Leuchten werde nun in der nächsten, spätestens übernächsten Woche gerechnet, die Installation würde dann relativ schnell über die Bühne gehen, heißt es aus dem Rathaus weiter. Aufgestellt werden müssen auch noch die Parkautomaten.

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