DENKMAL

Was will der Haustierpark nun mit der Ziddorfer Mühle?

Der Geschäftsführer der Lelkendorfer Einrichtung hat als Mitglied von „MaMüMaMa” sein Interesse bekundet, aber der bauliche Zustand der Anlage bereitet Kopfzerbrechen.
Interessenten gibt es viele – indes ist das große, denkmalgeschützte Gebäude mittlerweile auch eine Mamm
Interessenten gibt es viele – indes ist das große, denkmalgeschützte Gebäude mittlerweile auch eine Mammutaufgabe für neue Besitzer. Silke Voß
Ziddorf.

Es gibt einen Interessenten und damit einen Hoffnungsschimmer mehr für die Ziddorfer Mühle. Der ist kein Unbekannter: der Haustierrassenpark Lelkendorf. Das ließ jüngst Dahmens Bürgermeister Phillip Maerz wissen. Wie Alexander Vay auf Nordkurier-Nachfrage präzisierte, habe nicht die Einrichtung selbst Interesse bekundet, sondern er als Geschäftsführer des Tierrassenparks und zugleich Mitglied der neu gegründeten gemeinnützigen Projektgesellschaft mit dem ungewöhnlichen Namen „MaMüMaMa“. Was abgekürzt steht für: „Man müsste mal machen.“

Eine Schnittstelle, die zwei Regionen verbindet

„Die Gesellschaftsmitglieder sind wie ich in touristische Projekte involviert. Dabei haben wir erfahren, dass regionale Akteure nicht gut vernetzt sind und die ländliche Mobilität ein großes Problem darstellt. Wir haben uns zusammengeschlossen, um die regionale Entwicklung voranzubringen. Das kann durch die Vermarktung regionaler Projekte sowie die Verbesserung der Mobilität geschehen, die sich derzeit ja fast ausschließlich auf den Schülernahverkehr angekoppelt an den ÖPNV beschränkt“, so Vay. Dafür suche man einen repräsentativen Standort. „Die Mühle eignet sich dafür bestens, weil sie, an der B 108 zwischen Waren und Teterow gelegen, eine Schnittstelle zwischen der Müritzregion und der Mecklenburgischen Schweiz bildet. Mit dem alten Bauerngarten ließen sich wunderbar auch ein Hofladen und ein Café verbinden. Vay verspricht sich von dem repräsentativen Standort natürlich auch eine sehr gute Außenwerbung für den Haustierrassenpark. Dadurch könnten weit mehr Urlauber aus der Müritzregion auch in unseren Norden finden, der ja nun nicht unbedingt an der Haupttourismusroute liege.

Noch viele Fragen offen

Doch während die neue Botschaft des Bürgermeisters sehr optimistisch klang, äußerte Alexander Vay gegenüber dem Nordkurier auch starke Bedenken. „Wir haben uns die Mühle angeschaut und feststellen müssen, dass der bauliche Zustand leider sehr kritisch zu bewerten ist. Sie ist durch den Teich gegenüber teilweise unterspült und weist Setzungsrisse auf. Zwar reizt uns der Standort, aber vielleicht ist unser Vorhaben deshalb in der Mühle gar nicht möglich. Immerhin sind auch noch Denkmalauflagen sowie arten- und bauschutzrechtliche Belange zu bedenken.“ Etliche Fragen müssten eben noch geklärt werden.

Den bedenklichen baulichen Zustand hatte zuletzt auch eine der Interessentinnen, Elisabeth Elsner, stark bemängelt. Sie wollte dort mit ihrem Mann die Mühle kulturtouristisch zugänglich machen und unter anderem alte Webstühle aufstellen. Doch in dem zähen Prozedere war ihr inzwischen der Geduldsfaden gerissen. Laut Philipp Maerz seien die anderen Bewerber, darunter auch der Naturpark Mecklenburgische Schweiz, noch nicht aus dem „Rennen“. Die Zeit allerdings, die läuft gegen die Mühle.

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