Wallaby-Känguru Jumper (hier ein Symbolbild) läuft bei Teterow frei herum. Sein Sohn „Herr Schröder&rdquo
Wallaby-Känguru Jumper (hier ein Symbolbild) läuft bei Teterow frei herum. Sein Sohn „Herr Schröder” ist hingegen im Gehege geblieben. Gregor Fischer
Irgendwo in diesem Wald und der Umgebung hält sich aktuell höchstwahrscheinlich das weggelaufene Känguru auf.
Irgendwo in diesem Wald und der Umgebung hält sich aktuell höchstwahrscheinlich das weggelaufene Känguru auf. Nadine Schuldt
Wo ist „Jumper”?

Weggelaufenes Känguru muss sich vor dem Wolf hüten

In einem Wald bei Teterow läuft seit mehr als zwei Wochen ein ausgerissenes Wallaby-Känguru herum. Das kann sich zwar gut ernähren, muss aber auf Feinde achten.
Wattmannshagen

„Jumper” ist ein Wallaby-Känguru, das bis vor kurzem mit seinem Sohn namens „Herr Schröder” bei Michael Nüchter in Wattmannshagen westlich von Teterow gewohnt hat. Doch dann kam ein Sturm, der das Gehege derart beschädigte, dass Jumper mal eben Reißaus nehmen konnte. Seit mehr als zwei Wochen lebt es nun im Wald, immer wieder sehen es Einwohner und Spaziergänger in der Umgebung.

Mehr zum Thema: Ausgebüxtes Känguru lebt jetzt im Wald

„Herr Schröder“ sei dagegen im Gehege geblieben. Michael Nüchter hatte seinen Vater vor einigen Jahren Jahren von der Tierhilfe geholt, um ihm ein schönes Leben zu bieten, wie er erklärte. Damals wollte er bei der Tierhilfe eigentlich zwei Pfauhennen besorgen. Als er dort war, hätte ihn die Mitarbeiterin gleich gefragt, ob er nicht auch ein Wallaby haben möchte.

Nicht der einzige Känguru-Halter im Dorf

Schließlich informierte er sich über die Haltungsbedingungen für solch ein Tier und holte es zusammen mit dem Wallaby-Sohn ab. Der heiße „Herr Schröder“, weil ihm beim Bau des Geheges ein Kumpel half, der mit Nachnamen Schröder heiße, erläutert Michael Nüchter.

Er ist übrigens nicht der einzige Einwohner in Wattmannshagen, der ein kleines Känguru auf seinem Grundstück hält. Renate und Wilfried Fandrich, die in der gleichen Straße wie Michael Nüchter wohnen, haben ebenfalls ein kleines Känguru auf ihrem Hof. Es heiße „Paulchen“ und möge unter anderem Äpfel, Möhren, Gras, Heu und Brot.

Vorsicht vor Wolf und Fuchs!

Aber auch ohne Menschen könnten Kängurus – wie das weggelaufene Wallaby – in der hiesigen Gegend überleben. Jedenfalls, was die Frage der Nahrung betrifft. Wie Dirk Longino, Inhaber des Tiererlebnisparks „Müritz“ in Grabowhöfe erklärte, handele es sich bei Wallabys um Pflanzenfresser, die in der hiesigen Region zurechtkämen – auch in dieser vegetationsarmen Zeit. „Die Tiere sind sehr robust.“

Longino weiß, wovon er redet, beherbergt er in seinem Tiererlebnispark doch gleich drei Arten von Kängurus: die „Grauen Riesen“, die Parma- und die Bennettkängurus. Allerdings könnte es mitunter ein anderes Problem für das ausgebüxte Känguru geben. Ein durchziehender Wolf oder ein Fuchs könnten dem Tier gefährlich werden, meint Longino.

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