BÜRGERMEISTERWAHL

Wer will in Neukalen und Gnoien gewählt werden?

Neben den Stadt- und Gemeindeparlamenten werden am 26. Mai auch sämtliche ehrenamtliche Bürgermeister neu gewählt. Das betrifft auch die Stadt-Chefs von Gnoien und Neukalen. Werden Lars Schwarz und Willi Voß noch einmal antreten?
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Am 26. Mai werden in Mecklenburg-Vorpommern die ehrenamtlichen Bürgermeister zusammen mit den Stadt- und Gemeindevertretungen neu gewählt.
Am 26. Mai werden in Mecklenburg-Vorpommern die ehrenamtlichen Bürgermeister zusammen mit den Stadt- und Gemeindevertretungen neu gewählt. Boris Zerwann
Neukalens Bürgermeister Willi Voß. Foto: Archiv
Neukalens Bürgermeister Willi Voß. Foto: Archiv Thoralf Plath
Lars Schwarz, Bürgermeister in Gnoien. Foto: Archiv
Lars Schwarz, Bürgermeister in Gnoien. Foto: Archiv
Neukalen.

Zum Neujahrsempfang der Neukalener CDU hat es Willi Voß ganz offiziell gemacht. „Ja, ich werde wieder als Bürgermeister-Kandidat antreten“, sagte der Neukalener unter dem Applaus der etwa 120 Gäste. Dabei hatte doch eigentlich kaum jemand daran gezweifelt. Oder etwa doch? Voß hat am Neujahrstag immerhin seinen 65. Geburtstag gefeiert.

Dass er am 26. Mai zum vierten Mal das Vertrauen der Neukalener bekommt, gilt in der Kleinstadt als ausgemacht, egal, ob da noch jemand gegen ihn antritt oder nicht. Doch es wird auch die letzte Wahlperiode für ihn sein: „Definitiv“, steht für Voß fest. Neukalen muss sich in den nächsten fünf Jahren also ernsthaft Gedanken um einen Nachfolger machen.

CDU sucht Kandidaten für Gnoien

Nicht ganz so eindeutig sind die Verhältnisse in der Nachbarstadt Gnoien. Ob Bürgermeister Lars Schwarz (CDU) ein zweites Mal kandidiert, lässt er noch offen: „Meine Kandidatur hängt von Bedingungen ab. Wir werden Ende Januar sehen, inwieweit die Partei darauf eingeht.“ In seiner Fraktion stünden einige personelle Veränderungen an. „Wenn wir dann das richtige Team aufstellen, werde ich weiterhin zur Verfügung stehen“, stellt Schwarz in Aussicht.

Die CDU in Gnoien sei gegenwärtig noch auf der Suche nach weiteren Kandidaten für die Stadtvertretung, bestätigt auch der Vorsitzende des Regionalverbandes Marco Krüger und sagt: „Herr Schwarz will erst sehen, dass seine Vorstellungen von der Stadtpolitik mit denen der CDU einher gehen.“ Bürgermeister und Abgeordnete hätten in den vergangenen fünf Jahren gut zusammengearbeitet, schätzt Krüger ein. Die Frage nach einer Alternative zu Lars Schwarz stelle sich für ihn heute nicht.

Einer von vier Bürgermeistern will nicht mehr

Dass sich die Gemeinden rund um Gnoien bei der Diskussion um eine mögliche Großgemeinde schwer tun mit einem Bürgermeister Schwarz, spiele bei der Entscheidung der CDU keine Rolle, versichert Krüger. Er verweist auf das Beispiel Boddin, wo viele Bürger lieber nach Gnoien gegangen wären, als jetzt eine Fusion mit Walkendorf einzugehen.

Neu gewählt werden am 26. Mai auch die Bürgermeister in den Landgemeinden, wobei es in der Mecklenburgischen Schweiz zu einem kleinen Generationswechsel kommen wird. 9 der 36 ehrenamtlichen Bürgermeister in den Regionen Teterow, Malchin und Stavenhagen sagen bereits, dass sie nicht mehr antreten werden. Ebenfalls 9 überlegen noch. Einige der Kommunalpolitiker sind bereits deutlich älter als 65 Jahre und auch schon ziemlich lange im Dienst. Doch immerhin 18 Amtsinhaber wollen ihren Hut wieder in den Ring werfen.

Wer sich nun alles am 26. Mai für die Bürgermeister-Posten in den Städten und Gemeinden zur Wahl stellt, wird erst in achteinhalb Wochen feststehen. Bis zum 12. März können sich Kandidaten anmelden. Neu gewählt werden nur die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker, die Amtszeit der hauptamtlichen Bürgermeister in Teterow, Malchin, Stavenhagen und Dargun läuft noch länger.

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Kommentare (1)

" Er verweist auf das Beispiel Boddin, wo viele Bürger lieber nach Gnoien gegangen wären, als jetzt eine Fusion mit Walkendorf einzugehen."

Der Satz suggeriert, dass dies bei einer Mehrheit der Bürger so gewesen wäre. Das ist falsch. Die mir bekannte Empörung richtete sich vor allem gegen die Tatsache, das sich einige Bürger zu spät informiert, und damit übergangen fühlten. Wenn sich diese Bürger regelmäßig an den Diskussionen in der Gemeindevertretung und auch ausserhalb im Vorfeld beteiligt hätten wäre es erst gar nicht zu diesen Protesten gekommen.
Es ist jedoch leider so wie immer ordentlich schimpfen, gegen alles sein, sich aber nicht konstruktiv beteilige.
Dem Gefühl, dass dieser Protest maßgeblich von Gnoien aus gesteuert wurde kann ich mich nicht erwehren.