Nicht nur Flagge zeigen, sondern den Menschen auf Kuba konkret helfen – das wollen die Malchiner, die am vergangenen Woc
Nicht nur Flagge zeigen, sondern den Menschen auf Kuba konkret helfen – das wollen die Malchiner, die am vergangenen Wochenende die Regionalgruppe „Cuba si“ gegründet haben. Thomas Koch
Hilfsorganisation

Wie Malchiner künftig Kuba helfen wollen

Der Inselstaat Kuba trotzt seit mehr als sechs Jahrzehnten einer Wirtschaftsblockade. Das bleibt für das Land in der Karibik nicht ohne Folgen. Eine Gruppe von Malchinern will sich fortan dafür engagieren, den Menschen dort so gut wie möglich zu helfen.
Malchin

Mit dem Land verbinden die meisten vor allem traumhafte Strände und ein Urlaubsgefühl, wie man es sich schöner kaum vorstellen kann. Das geht auch dem Malchiner Gerold Lehmann nicht anders, wenn er an Kuba denkt. Vor einigen Jahren ist er selbst da gewesen und zehrt noch immer von den Erinnerungen. Die Karibik-Insel ist ihm aber nicht nur ans Herz gewachsen, weil sie ein so schönes Reiseziel ist. Was ihn schon seit vielen Jahren an diesem Land so fasziniert und begeistert, ist der Stolz des Inselstaates. Der trotzt schon seit mehr als sechs Jahrzehnten einer Wirtschaftsblockade durch die USA und viele westeuropäische Staaten. Auch wenn das Land ein Gesundheits- und Bildungssystem zu bieten hat wie kaum ein anderes Land in Mittel- und Südamerika, gehen die Sanktionen dennoch nicht spurlos an den Kubanern vorbei und manifestieren sich vor allem in einem chronischen Versorgungsnotstand bei Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.

Hoffnung machen und helfen

Den Menschen auf der anderen Seite des Atlantiks zumindest ein wenig Hoffnung machen und ihnen helfen, wo man helfen kann, das ist das Ziel von zwanzig Malchinern, die am vergangenen Wochenende die Regionalgruppe „Cuba si“ gegründet haben. Die Hilfsorganisation gibt es schon seit der Wendezeit und hat ihren Ursprung in der Partei Die Linke, für die auch Gerold Lehmann in der Malchiner Stadtvertretung sitzt. „Cuba si“ – das heißt zu gut deutsch nichts anderes als „Ja sagen zu Cuba“. Und das wollen die Malchiner.

In der Hilfsorganisation ist Lehmann schon seit vielen Jahren engagiert. Ihm sei es deshalb eine Herzensangelegenheit, diese Hilfe nun auch in seiner Heimatstadt auf ein solides Fundament zu stellen. Mit zwanzig Gründungsmitgliedern gehört die Malchiner Regionalgruppe zu den stärksten in Mecklenburg-Vorpommern.

Spenden sammeln und Projekte unterstützen

Und wie soll die Kuba-Hilfe aus Malchin künftig nun ganz konkret aussehen? Im ganzen Inselstaat unterstützt „Cuba si“ derzeit vier Projekte, bei dem es vor allem um die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln geht. In diesem Bereich wollen sich künftig auch die Malchiner einbringen. „Zum einen wollen wir Spenden sammeln und diese Projekte damit unterstützen“, erklärt Lehmann. Ein guter Anfang wurde am vergangenen Wochenende bereits gemacht. Bei der Gründungsversammlung landeten mehr als 500 Euro im Spendentopf. Darin enthalten war auch eine Spende vom einstigen DDR-Staatschef Egon Krenz. Der hatte bei seiner Lesung in Malchin vor wenigen Wochen auf ein Honorar verzichtet und die Eintrittsgelder „Cuba si“ zur Verfügung gestellt. Doch nicht nur Geld wollen die Malchiner sammeln. „In Kuba werden auch viele Dinge des täglichen Bedarfs benötigt wie Fahrräder, Medikamente und vieles mehr“, zählt Lehmann auf. Gemeinsam mit den Mitstreitern der Regionalgruppe wollen sich die Malchiner künftig auch in dem Bereich engagieren, um den Menschen in Kuba zu helfen.

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Kommentare (1)

Welche westeuropäischen Staaten haben eine Wirtschaftsblockade gegen Kuba aktiv?