MARKTSANIERUNG

Wie neues Granitpflaster Malchins Markt verändern soll

Zum Jahresende sollte Malchins Marktplatz eigentlich schon Baustelle sein. Das dauert nun aber noch ein bisschen. Es soll sich dann aber noch viel mehr verändern auf Malchins Zentralem Platz, als dass nur Pflastersteine ausgetauscht werden.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Egal, ob mit Kinderwagen, Rollator oder Schuhen mit hohen Absätzen: Jeder soll Malchins Marktplatz wieder bequem übe
Egal, ob mit Kinderwagen, Rollator oder Schuhen mit hohen Absätzen: Jeder soll Malchins Marktplatz wieder bequem überqueren können, hatten Bürgermeister Axel Müller (CDU) und der Landtagsabgeordnete Thomas Krüger (SPD) im September in einer Postwurfsendung an alle Haushalte versprochen. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Für den großen Marktplatz fällt Malchins Weihnachtsbaum in diesem Jahr fast ein wenig schmächtig aus. Doch viel stärker darf die Tanne auch gar nicht sein, der Stamm würde dann nämlich nicht mehr in die Hülse passen, die in dem Marktpflaster eingelassen ist. Mit der bevorstehenden Marktsanierung wird sich das aber ändern, die Fassung bekommt einen größeren Durchmesser – für richtig prächtige Weihnachtstannen.

Im Rathaus hat man sich nämlich Gedanken gemacht, was auf dem Markt noch gleich alles geändert werden sollte, wenn im kommenden Frühjahr nach jahrelangen Diskussionen nun endlich die holprigen Pflastersteine durch bequemeres Granitpflaster ausgetauscht werden. So verschwinden dann beispielsweise auch die an der Oberfläche polierten Straßenpoller, die manch einen auch an Grabsteine erinnerten. Stattdessen werden dann die vom Steintor bekannten Poller aufgestellt – aus optischen Gründen, wie Bürgermeister Axel Müller (CDU) vor einigen Tagen den Bau-Ausschuss wissen ließ: „Das soll mit anderen Teilen der Stadt dann alles aus einem Guss sein.“

Nächstes Detail: Die Bäume an der Sparkasse kommen aus ihren Kübeln heraus und werden hier am Rande des Marktes eingepflanzt. Das Rathaus wird sich zudem von seinen Informationstafeln trennen. Was die Stadt künftig mitzuteilen hat, soll dann an ungefähr gleicher Stelle an einer Litfaßsäule zu lesen sein. Nicht zu vergessen: Auch die schon ziemlich marode Rathaustreppe wird noch erneuert, die Seiten-Treppe zurückgebaut, um hier einen neuen Lift zu installieren.

Erneute Förderung dank eines Kniffs

Erneuert wird das Marktpflaster ab dem kommenden Frühjahr erst einmal auf der seitlichen Fläche zwischen Rathaus und Kirche sowie auf dem Wegekreuz vor dem Rathaus. Dafür stellt das Schweriner Verkehrsministerium Fördermittel bereit, obwohl der Markt im Jahr 1996 ja schon einmal völlig neu gestaltet wurde und deshalb nun eigentlich nicht noch einmal gefördert werden dürfte. Mit einem kleinen Trick fließt das Geld nun aber doch noch einmal. Der Fördertopf öffnet sich nämlich für einen „behindertengerechten Ausbau“ des Marktes, so lautet die rechtliche Grundlage für den Zuschuss.

Müller machte auch schon mal klar, dass ihm Schausteller-Betriebe wie zum Stadtfest nicht mehr auf das dann erneuerte Marktpflaster kommen: „Die Schwerkräfte könnten die Steine wegdrücken.“ Die Buden des Weihnachtsmarktes stellen dagegen keine Gefahr für das neue kleinteilige Granitpflaster dar.

Mit der Marktsanierung rückt auch ein weiteres Thema wieder auf die Tagesordnung, das der Stadtvertreter Arno Süssig (UMB) jüngst ansprach: Kann die Straße am Markt nicht für den Autoverkehr ganz gesperrt werden? Auch dazu scheint es im Rathaus konkrete Überlegungen zu geben. Bürgermeister Müller sprach von der Möglichkeit, einen versenkbaren Poller zu installieren, der die Straße im Wesentlichen nur noch für den Lieferverkehr freigibt. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Für eine Sperrung der Einbahnstraße am Markt müsse wohl die gesamte Verkehrsführung in der Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand.

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