Maurice Goldbaum (links im linken Bild) und Pieter Beilstein haben Wasserproben aus der Ostpeene in Malchin geholt, um diese i
Maurice Goldbaum (links im linken Bild) und Pieter Beilstein haben Wasserproben aus der Ostpeene in Malchin geholt, um diese im Gymnasium zu analysieren. Das Projekt ist Teil des Erasmus-Programms der EU, an dem Malchiner Achtklässler und Schüler aus Frankreich gemeinsam teilnehmen. Kirsten Gehrke
Malchiner Gymnasiasten und ihre französischen Gäste haben Wasserproben aus der Ostpeene in Malchin geholt, um diese
Malchiner Gymnasiasten und ihre französischen Gäste haben Wasserproben aus der Ostpeene in Malchin geholt, um diese zu analysieren. Das Projekt ist Teil des Erasmus-Programms der EU, an dem Malchiner Achtklässler und Schüler aus Frankreich gemeinsam teilnehmen. Kirsten Gehrke
Umweltprojekt

Wie sauber ist die Peene noch?

Schüler des Malchiner Gymnasiums wollten es wissen und untersuchten das Wasser per Mikroskop. Für eines der Probleme am Fluss braucht es aber gar kein Vergrößerungsglas.
Malchin

Wie sauber ist die Ostpeene? Das wollen Malchiner Gymnasiasten und Gäste aus Frankreich unter anderem gemeinsam herausfinden. Sie nahmen diese Woche mehrere Wasserproben an der Stelle am Hain der Bäume des Jahres. In der Schule untersuchen sie die Gewässergüte unterm Mikroskop.

Jede Menge Müll im Fluss

Wie Biologielehrer Julian Allard erklärte, können Insekten und Pflanzen darüber Aufschluss geben, ob das Peene-Wasser sauber ist oder dreckig. Das seien sogenannte Indikator-Organismen. Eine Überraschung, denke er, werden sie nicht erleben. „Eigentlich ist die Peene sauber“, meinte der junge Lehrer. „Davon gehe ich aus.“ Mit diesen Analysen könne man jedoch zeigen, dass die Qualität gut ist. Eines war einigen Schülern schon vor Ort aufgefallen, auf der Oberfläche schwammen Plastikflaschen herum. Wenn dieser Müll in der Natur auch ärgerlich sei, habe er doch nichts mit der Wasserqualität zu tun, meinte Allard.

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Ergebnisse der Untersuchung für Ende Juni angekündigt

Was bei den Untersuchungen der Wasserproben herausgekommen ist, soll anlässlich des 30-jährigen Schuljubiläums am 30.  Juni in einem Tag der offenen Tür ab 10  Uhr vorgestellt werden. Geplant ist, die Ergebnisse in einem Plakat auf Deutsch und Französisch zu dokumentieren. Denn das Projekt ist Teil des Erasmus-Programms der EU, in dem das Fritz-Greve-Gymnasium seit zwei Jahren mit dem Collège Pierre-Mendès France aus Soyaux, bei Angoulême in Frankreich zusammenarbeitet. Seit Schuljahresbeginn haben sich die 8. Klassen mit dem Thema „Der Klang der Natur“ beschäftigt und verschiedene Aktionen miteinander gestaltet, zunächst zum Start ging das nur online. Das Projekt verbindet die Fächer Französisch, Musik und Naturwissenschaften.

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Austausch mit Frankreich – jede Menge Erlebnisse in der Region

Nachdem Malchiner Schüler im Mai nach Frankreich reisen durften, weilten diese Woche die französischen Austauschpartner zum Gegenbesuch in Malchin. Außer Wasserproben zu analysieren, unternahmen die 57 Schüler auch eine Moorwanderung mit Kanufahrt, gingen Töpfern, besuchten das alte Wasserwerk und nahmen an einem Workshop in der Hochschule für Musik und Theater in Rostock teil, wo sie musikalisch mit Studenten gearbeitet haben. Über Wochen des Projekts hatten die Schüler auch einen Song mit eigenen Texten geschrieben, so Projektleiter Milan Labatzki. In diesem gehe es um Umweltverschmutzung und die Herausforderungen der Zukunft. Diese Woche hätten sie diesen geübt und wollen den am Donnerstag ebenfalls beim Schuljubiläum präsentieren.

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In Frankreich indes standen ein Ausflug unter anderem in ein Papiermuseum und eine Exkursion zum Atlantik an. Angeschaut hätten sie sich auch ein Lagunen-Klärwerk, wo das Abwasser nicht chemisch, sondern über Sonnenstrahlen gereinigt werde, erklärte er. Interessant sei auch ein Spaziergang durch ein Flusstal gewesen. Zustande gekommen war die Zusammenarbeit mit Soyaux, weil Milan Labatzki als Französischlehrer schon länger eine Partnerschule gesucht hatte. Unterschiedliche Foren habe er dafür genutzt, wie unter anderem das Deutsch-Französische Jugendwerk und die EU-Kommission. Eine Deutschlehrerin in Soyaux war darauf aufmerksam geworden und habe ihn angeschrieben.

Im nächsten Schuljahr wollen beide Schulen über Erasmus zum Thema „Ernährung“ zusammenarbeiten.

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