IMKER-EINSATZ

Wilde Honig-Bienen besetzen Gnoiens Kirche

Dachdecker haben es auf ihrem Gerüst zuerst bemerkt: Es summt ganz unheimlich an der Kirchmauer. Ein ganzes Bienenvolk hat sich hier eingenistet.
Helmut Lutsch hat den Flugverkehr an Gnoiens Kirche jetzt mit einem Schutzverschlag eingeschränkt.
Helmut Lutsch hat den Flugverkehr an Gnoiens Kirche jetzt mit einem Schutzverschlag eingeschränkt. T. Bengelsdorf
Gnoien.

Bienen-Alarm an der Gnoiener Kirche. Ein Schwarm wilder Honigbienen hat sich hinter der dicken Mauer der Gnoiener Kirche einen Nistraum eingerichtet. Es könnten bis zu 50 000 Bienen sein, die hier tagtäglich ein- und ausfliegen, schätzt der Gnoiener Bienen-Experte Helmut Lutsch.

Insekten in der Kirche

Das Insektenvolk war einer Dachdecker-Firma aufgefallen, die derzeit den Dachstuhl des Chorraums erneuert und dazu ein Gerüst an der Kirche aufgebaut hat. „Das war schon ein ganz schönes Summen”, berichtet Dachdeckermeister Guido Heydel. Gestochen worden sei bisher aber keiner seiner Mitarbeiter. Bienen rund um die Gnoiener Kirche waren langezeit sogar explizit erwünscht. Im Pfarrgarten stand zwei Jahre lang ein Bienengestellt, bis es vor wenigen Monaten abgebaut werden musste.

Bienen werden kurzzeitig eingesperrt

Damit das auch so bleibt, hat Bienen-Fachmann Lutsch jetzt einen Schutzkasten um die drei Einfluglöcher des Bienenvolkes errichtet. „Dieser Verschlag ermöglicht es den Bauarbeitern, die Bienen kurzzeitig einzusperren, wenn Arbeiten in ihrer Nähe durchgeführt werden müssen”, erklärt Lutsch. Er habe sich dazu mit einer bekannten Berliner Bienen-Spezialistin abgesprochen.

In diesem Fall könnte die Ko-Existenz von Biene und Mensch in Gnoien also gelingen. In Neubrandenburg und in Pasewalk hatte zuletzt die Polizei eingreifen müssen. 

 

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Kommentare (1)

Nichts hassen Bienen mehr!