Willi Voß war seit 2008 Bürgermeister von Neukalen. Am Samstag verstarb er plötzlich im Alter von 68 Jahren.
Willi Voß war seit 2008 Bürgermeister von Neukalen. Am Samstag verstarb er plötzlich im Alter von 68 Jahren. Thomas Koch
Der Familienmensch Willi Voß.
Der Familienmensch Willi Voß. Thomas Koch
Wenn beim Karneval geschunkelt wurde, war Willi Voß immer mittendrin statt nur dabei.
Wenn beim Karneval geschunkelt wurde, war Willi Voß immer mittendrin statt nur dabei. Thomas Koch
Willi Voß (rechts) im Jahr 2012 bei der Einweihung des Neukalener Freizeitzentrums.
Willi Voß (rechts) im Jahr 2012 bei der Einweihung des Neukalener Freizeitzentrums. Thomas Koch
Willi Voß und Mario Heinzel bei der Einweihung der „Blauen Wand“ im Vereinshaus des TuS Neukalen im Jahr 201
Willi Voß und Mario Heinzel bei der Einweihung der „Blauen Wand“ im Vereinshaus des TuS Neukalen im Jahr 2014. Thomas Koch
Die Entwicklung des Tourismus in der Region und des Neukalener Hafens lag Willi Voß (2. v. l.) immer besonders am Herzen
Die Entwicklung des Tourismus in der Region und des Neukalener Hafens lag Willi Voß (2. v. l.) immer besonders am Herzen. Thomas Koch
Willi Voß (links) im Jahr 2017 mit seinen Bürgermeisterkollegen aus dem Amt Malchin.
Willi Voß (links) im Jahr 2017 mit seinen Bürgermeisterkollegen aus dem Amt Malchin. Thomas Koch
Nachruf

Willi Voß – für immer in unseren Herzen

Am vergangenen Wochenende ist Neukalens Bürgermeister Willi Voß plötzlich verstorben. Nordkurier-Reporter Thomas Koch erinnert an einen besonderen Menschen.
Neukalen

Diesen Schmerz kann man nicht in Worte fassen. Wie denn auch, wenn ein geliebter und geschätzter Mensch von heute auf morgen unvermittelt aus dem Leben gerissen wird. Ein Mensch, mit dem man gestern noch gescherzt und gelacht hat, der voller Energie war, voller Pläne, voller Optimismus, voller Tatendrang. Und am nächsten Tag ist er einfach nicht mehr da und hinterlässt Fassungs- und Sprachlosigkeit. Der plötzliche Tod von Willi Voß macht sprachlos und traurig. Sehr traurig sogar.

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Eine Familie verliert ihren Sohn, Mann, Vater und Opa, eine Stadt ihren Bürgermeister, eine Region ihren Amtsvorsteher, und mit ihm verlieren viele einen guten Freund und Menschen. Denn das war er an erster Stelle. Ein feiner Kerl, ein Fels in der Brandung, eine verlässliche Größe. Ein Mann, der nicht nur zupacken, sondern auch zuhören konnte. Ein Mann, für den nicht das ICH, sondern das WIR an erster Stelle stand. Und das WIR, das war für Willi Voß vor allem seine Heimatstadt Neukalen.

Ein Mann, auf den man sich verlassen konnte

Die lag ihm so sehr am Herzen. Ob Karnevalisten oder Feuerwehr, ob Fußballer oder Heimatfreunde – überall war er ein gern gesehener und geschätzter Gast. Warum? Weil er sich treu und vor allem authentisch geblieben ist. Ein Mann aus dem Volke, der die Bodenhaftung nie verloren hat. Kein Schaumschläger, nein, ein Macher. Ein Mann, bei dem das Wort noch zählte und auf den man sich verlassen konnte. Und das alles mit einer herzerwärmenden Freundlichkeit, die ihn immer ausgezeichnet hat, und einem respektvollen Umgang mit jedermann.

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Eine ganze Region ist sprachlos, dass Willi Voß nicht mehr unter uns weilt. Aber wenn die Neukalener am Hafen sitzen und ein Bier auf ihn trinken, in der Gartsbruch-Arena den TuS anfeuern und zum Karneval ihre geliebte Hymne „Neukalen ist ’ne schöne Stadt“ anstimmen, sich einhaken und schunkeln, dann wird der Willi immer bei ihnen sein. Und sie werden ihre Sprache wiederfinden und ihn hochleben lassen. Für alles, was er für Neukalen, für die Region und vor allem für die Menschen hier geleistet hast. Er ist und bleibt in ihren Herzen. Und ein Mensch, den man im Herzen trägt, ist nie wirklich weg und niemals vergessen.

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