Gutshaussanierung

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Wohnen zwischen Moder und Komfort

Sanierung des Gutshauses Alt Vorwerk geht langsam voran.

In dem maroden Gutshaus von Alt Vorwerk zu wohnen, war schon zu DDR-Zeiten nicht besonders komfortabel. Auch nach der Wende hatte die Gemeinde kein Geld in die Instandhaltung des Gebäudes investiert. Als Hans-Joachim Burzlaff das Haus vor einigen Jahren erwarb, schöpfte mancher Mieter Hoffnung, daß seine Wohnverhältnisse sich nun endlich verbessern würden. Denn der neue Eigentümer plante, das Haus grundlegend instandzusetzen und weiterhin für Wohnzwecke zu nutzen. Die Hoffnungen sollten sich jedoch nicht für jeden erfüllen.

Ferdinand Felsmüller beispielsweise, schlägt sich noch heute mit etlichen Mängeln seiner Wohnung herum. Das Bad ist nicht heizbar, die Wanne stammt noch aus Vorkriegszeiten wie auch der Herd in der Küche. Dort sind die Wände so durchsottet, daß keine Tapete mehr haftet und der Sohn des Mieters schon zur Selbsthilfe griff und ein Paneel anbrachte. Er ist es auch, der von dem Vermieter energisch verlangt, wenigstens den üblichen Grundstandard zu sichern.

Wohnliches Appartement

"Wir tun was wir können und es geht vorwärts, wenn auch nicht so schnell, wie es vielleicht wünschenswert wäre", räumt Hans-Joachim Burzlaff ein. Der Bauunternehmer saniert das große Haus mit eigenen Kräften und das gehe nur Schritt für Schritt. Zuerst habe man die äußere Bauhülle gesichert, um die eindringende Nässe zu stoppen. Im Obergeschoß sei eine Wohnung renoviert worden, in die ein Mieter aus dem Hause umzog, der bislang sein Wasser über den Flur hatte holen müssen. "Jetzt hat er ein Bad. Eine zweite Appartementwohnung, modern und komfortabel, steht vor der Fertigstellung", erklärt der Hauseigentümer. Jedes Jahr wolle er zwei Wohnungen sanieren, nennt Burzlaff seine Zielstellung.

Den von Felsmüller bewohnten Gebäudeteil betreffend, macht er auf ein zusätzliches Problem aufmerksam: "Hier wohnte jemand, dem ich gekündigt habe. Aber die Wohnung ist noch nicht freigezogen. So kam ich in diesem Flügel bisher nicht weiter."