BAUTÄTIGKEIT ZIEHT DEUTLICH AN IN TETEROW

Wohnungsbau bis hin zum Stadtrand von Teterow

Mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze wächst der Bedarf an Wohnungen in Teterow. Der Neubau ist angelaufen doch bislang eher kleinteilig. Es fehlt an größeren erschlossenen Arealen.
Eberhard Rogmann Eberhard Rogmann
Auf der Baustelle in der Neukalener Straße wächst derzeit ein neues Wohngebäude zusehends.
Auf der Baustelle in der Neukalener Straße wächst derzeit ein neues Wohngebäude zusehends. Eberhard Rogmann
Teterow.

Es sind derzeit eher kleinteilige Lösungen, die im Wohnungsbau in der Stadt Teterow den Ton angeben. Das hat einen simplen Grund. Es gibt derzeit keine größeren städtischen Areale, die für eine Erschließung als Bauland für Wohnzwecke in Frage kommen. Der Bedarf ist aber gewachsen. Das wurde spätestens offenbar, als die zwanzig Wohneinheiten in dem Neubau in der Gasstraße flugs vergeben waren. Dabei handelte es sich um ein spezielles Marktsegment, denn diese Wohnungen waren altersgerecht konzipiert. Doch auch im ganz normalen Wohnungsmarkt nimmt die Nachfrage zu. Das ist nicht zuletzt durch die Erweiterung einer Reihe von in der Stadt ansässigen Firmen bedingt. Schon jetzt pendeln deutlich mehr Arbeitskräfte in die Stadt als zur Arbeit auspendeln. Wenigstens einem Teil davon will Teterow die Möglichkeit zur Ansiedlung bieten.

Das letzte größere geschlossene Areal für Wohnungsneubau im „Stubbenbruch“ ist mittlerweile nahezu fertiggestellt. Im Stadtgebiet selbst sind die Möglichkeiten für neuen Wohnraum beschränkt. Die Stadtsanierung ist nahezu ausgereizt.

Der Ausleger des Baukrans in der Neukalener Straße von Teterow erstreckt sich so weit hin, als sollte hier ein ganzer Straßenzug neu hochgezogen werden. So groß ist die Baustelle allerdings nicht. Genau genommen handelt es sich um eine Lückenbebauung. In dem dreigeschossigen Gebäude werden acht Drei- und Vier-Raum-Wohnungen entstehen. Auf Grün gesetzt sind die Signale ebenso für die Baustelle „Seeblick“ in der Otimarstraße. Auch hier wird eine Freifläche in dem Straßenzug bebaut. Direkt an der Straße entsteht ein mehrgeschossiges Wohnhaus. Auf dem hinteren Teil zwei zweigeschossige Doppelhäuser – insgesamt zehn Wohneinheiten

Beim Neubau noch deutlich „Luft nach oben“

Kurz vor der Fertigstellung steht das Wohnhaus in der Alten Poststraße 19. In der Schulstraße sind gerade zwei alte Häuser abgerissen worden. An ihrer Stelle soll ein Neubau errichtet werden. So geschehen desgleichen in der Rosenstraße. Aber das sind nur wenige Einzelobjekte. Ihren Blick haben Bauamt und Stadtvertretung deshalb auf die Ortsteile gerichtet. Favorisiert ist das Areal „Utkieck“ in Niendorf. Dort allerdings wäre zunächst ein erheblicher Aufwand für die Beräumung und Erschließung erforderlich.

Dass der Wohnungsbau insgesamt anzieht, geht aus den Zahlen hervor, die kürzlich von der Gewerkschaft Bau-Agrar-Umwelt (BAU) vorgelegt wurden. Im Landkreis Rostock entstanden im letzten Jahr 896 Wohnungen, davon 474 in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das entspricht einer Steigerung von 31 Prozent gegenüber 2017. BAU-Bezirksvorsitzender Jörg Reppin sieht beim Neubau jedoch „deutlich Luft nach oben“. Entscheidend sei, was gebaut werde: „Die Wohnungen müssen zum Portemonnaie und zur Lohntüte der Menschen passen. Es kommt darauf an, vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen zu bauen.“ Dazu sei es dringend erforderlich, die steuerliche Abschreibung im Mietwohnungsbau dauerhaft von derzeit zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Generell mangele es der Bauwirtschaft an verlässlichen Rahmenbedingungen. Die Branche müsse die Gewissheit haben, dass alles, worin sie heute investiert, auch in fünf und zehn Jahren noch gebraucht werde, fordert der Gewerkschafter.

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