UMZUSGPLÄNE

Zieht Bibliothek vom Stadthaus zum Markt in Malchin?

Seit der Einwohnerversammlung wird in Malchin heftig diskutiert: Wo kann die Bibliothek unterkommen, wenn im Stadthaus die Sanierung beginnt? Jetzt scheint sich eine Lösung aufzutun.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Über Eisgeschäft und Café-Betrieb ist am Malchiner Markt noch etwas frei, nachdem hier bereits vor über
Über Eisgeschäft und Café-Betrieb ist am Malchiner Markt noch etwas frei, nachdem hier bereits vor über zwei Jahren eine Krankenkasse ausgezogen war. Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Es führt kein Weg mehr daran vorbei: Malchins Bibliothek wird im Stadthaus wohl schon bald die Koffer packen müssen. Ein Auszug ist unumgänglich, daran lässt Bürgermeister Axel Müller (CDU) keinen Zweifel. Nach der anstehenden Sanierung des Stadthauses wird die Ausleihe hierher auch nicht mehr zurückkehren können, auch das stellte Müller auf Anfrage des Nordkurier noch einmal klar. Das Gebäude werde dann für die Marcus-Schule benötigt, die für die spezifische Inklusions-Kompetenz umgebaut wird.

Doch ein Keller-Dasein, wie Müller auf einer Einwohnerversammlung am Montag noch angekündigt hatte, muss die Bibliothek nun dennoch nicht gleich fristen. Nach den zahlreichen Unmuts-Bekundungen dürfte die Übergangsvariante am Stadtrand im Keller des einstigen altersgerechten Wohnblocks am Zachow wohl kaum noch in Frage kommen. Zumal dem Bürgermeister am Montagabend ein gravierender Fehler passiert ist. Außer dem Wohnblock am Zachow kämen auch die einst von einer Krankenkasse genutzten Räume am Markt in Frage, die allerdings keinen behindertengerechten Zugang hätten, meinte Müller. Doch genau da irrte der Bürgermeister. Die Räumlichkeiten sind mit einem Fahrstuhl bequem zu erreichen.

Veranstaltungen sind in der Enge kaum möglich

„Problematisch könnte es mit der Deckenlast werden, weil die Bücher natürlich ein ganz schönes Gewicht haben“, sagt Günter Busse, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, der die Marktbebauung gehört. Dennoch werde jetzt ernsthaft geprüft, die Bücherei in das Wohn- und Geschäftshaus zu verlegen, wie Busse am Freitag dem Nordkurier berichtete. Mit 105 Quadratmetern seien die Räumlichkeiten zwar wesentlich kleiner als im Stadthaus – Veranstaltungen sind in dieser Enge wohl kaum möglich. Allerdings könne die Bibliothek für ihre Lesungen und andere Events dann auch den Rathaussaal oder den Veranstaltungsraum der Wogema in der Schulstraße nutzen, schlägt Bürgermeister Müller vor.

Einer anderen Variante erteilt der Bürgermeister dagegen eine Absage. Könnte die Bibliothek denn nicht auch in die Lindenturnhalle umziehen, die doch sowieso als Veranstaltungszentrum umgebaut werden soll, lautete nämlich eine weitere Idee. „Für die Turnhalle haben wir bereits Mittel bewilligt bekommen, so dass wir hier irgendwann auch mit dem Umbau anfangen müssen“, sagt Müller. Die Stadt verfolge weiter das Ziel, die Turnhalle als Veranstaltungsort zu nutzen und Bibliothek und Musikschule gemeinsam im Gebäude der Lindenschule unterzubringen. Wann die Förderschule hier aber einmal auszieht, das ist derzeit völlig unklar.

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