NAMEN GESUCHT

Zirkus lockt mit in Teterow geborenen Lama-Babys

Nach monatelanger Corona-Zwangspause heißt es endlich wieder Manege frei. In Teterow begann das Zirkus-Gastspiel am Donnerstag mit einer ganz besonders freudigen Überraschung.
Nachwuchs beim Circus Berolina. Die kleinen Lamas kamen in Teterow zur Welt und brauchen jetzt noch Namen, für die die Zi
Nachwuchs beim Circus Berolina. Die kleinen Lamas kamen in Teterow zur Welt und brauchen jetzt noch Namen, für die die Zirkusbesucher Vorschläge machen können. Simone Pagenkopf
Auch Elefanten hat der Zirkus Berolina mit nach Teterow gebracht.
Auch Elefanten hat der Zirkus Berolina mit nach Teterow gebracht. Simone Pagenkopf
Teterow.

Ein bisschen wacklig stand der jüngste „Spross“ vom Circus Berolina Donnerstagmittag noch auf den Beinen. Ein kleines Lama. Gerade mal eine halbe Stunde alt. Ein weiteres Lama war in der Nacht zuvor zur Welt gekommen. Geburtsort Teterow. Da soll den Teterowern jetzt auch eine besondere Ehre zukommen. Speziell den Kindern. Sie dürfen den beiden kleinen Lamas nämlich Namen geben, sagt Marcello Spindler vom Circus Berolina.

Der gastiert gerade auf dem Festplatz am Kapitän-Kaempff-Weg. Die erste Vorstellung ist am Freitag um 17 Uhr, weitere folgen am Sonnabend um 17 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr. Die kleinen Lamas werden nur in Teterow zu sehen sein, sagt Marcello Spindler. Und zwar während der Tierschau in den Pausen. Dann können auch die Namensvorschläge abgegeben werden. Nach dem Gastspiel in Teterow werden die Tierbabys und ihre Mütter nach Waltersdorf bei Berlin gebracht, wo Circus Berolina sein großes Quartier hat.

Zwei Wochen Tournee, dann kam Corona

Nicht nur Berolina ist froh, endlich wieder unterwegs sein zu können. Von Gnoien über Dargun und Altkalen bis nach Stavenhagen gastieren in diesen Tagen vielerorts nach monatelanger Zwangspause wieder Zirkus-Unternehmen.

Berolina hatte im März seine Tournee gestartet, nach zwei Wochen war dann auch schon wieder Schluss – wegen Corona. „Wir sind ins Winterquartier zurück und waren dort erst mal gefangen“, sagt Jastin Spindler. „Es ist eine schwere Zeit. Sie ist nicht nur für den Zirkus schwer, aber wir können nicht auf Rücklagen zurückgreifen. Auf Tournee haben wir 50 Tiere mit, im Winterquartier sind 100 und wir müssen alle füttern.“

Lieber weniger Zuschauer als gar keine Einnahmen

Für seine Vorstellungen hat der Zirkus, der mit 85 Jahre Circus Berolina, 25 Jahre Direktion Spindler und 60 Jahre Gründung des Staatszirkus in der Saison 2020 gleich mehrere Jubiläen feiert, ein Hygienekonzept erstellt, das auch in Teterow vorgelegt wurde. „Vorschriften müssen eingehalten werden“, so Jastin Spindler. Abstand halten gehört dazu. Die Sitzplatzkapazität wurde von 1000 auf 300 Plätze reduziert. Die Zirkus-Familie freut sich nun auf Besucher in Teterow und die können gespannt sein. Auf Elefanten zum Beispiel. Einer katapultiert einen Artisten mit einem sogenannten Schleuderbrett in die Luft, der dann einen Salto Mortale dreht und auf einem zweiten Elefanten landet.

Auch in Stavenhagen Zirkus zu Gast

Zirkusluft kann auch in Stavenhagen geschnuppert werden. Dort ist noch bis Sonntag Zirkus Huberti zu Gast. „Es war schon ziemlich schwierig“, denkt Geschäftsführer Joschi Huppertz an die Zeit ohne jede Vorstellung zurück. Finanzierungen und Versicherungen waren zu begleichen. Man brauchte auch Geld zum Leben. Nun musste man ohne jegliche Einnahmen über die Runden kommen. „Deswegen waren wir froh, dass wir am 14.  Juli wieder starten konnten“, sagt er. 80 bis 90 Leute könnten aktuell in das Kuppelzelt eingelassen werden. Ein großer Teil der 300 Plätze müsse wegen des Corona-Schutzes freibleiben. Doch es sei allemal besser, als gar keine Einnahmen zu haben. Vorstellungen gebe es am Freitag und Sonnabend um 16 Uhr, am Sonntag um 14 Uhr. Masken müssten nur beim Eingang getragen werden. Und natürlich seien die Kontaktdaten zu hinterlassen.

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