An den Tankstellen wird es zum Jahreswechsel mal wieder etwas teurer. Die in diesem Jahr eingeführte CO2-Steuer wird erh&
An den Tankstellen wird es zum Jahreswechsel mal wieder etwas teurer. Die in diesem Jahr eingeführte CO2-Steuer wird erhöht. Zur Erinnerung: So viel wie in der linken Preisanzeige kostete der Sprit am 1. Januar 2021 um 12 Uhr an der Malchiner Aral-Tankstelle nach Einführung der CO2-Steuer. Die Preise galten damals als hoch. Und das auf der rechten Preistafel war die neu sortierte Preistafel an der gleichen Tankstelle am 28. Dezember um 12 Uhr. Arno Burgi (1)/Torsten Bengelsdorf (2)
Benzinpreise

Zu Jahresbeginn ein Preisschock an der Tankstelle?

Erstmals wurde Anfang 2021 die CO2-Steuer den Kraftstoffpreisen zugemixt. Zu Neujahr wird nun die nächste Stufe der CO2-Bepreisung fällig. Droht ein neuer Preisschock?
Malchin

Einen gehörigen Satz nach oben hatten die Benzinpreise zu Jahresbeginn deutschlandweit gemacht. Von Silvester 2020 auf Neujahr 2021 war Superbenzin an den Tankstellen in der Mecklenburgischen Schweiz im Schnitt 14 Cent teurer geworden, für einen Liter Diesel wurden zwölf Cent mehr verlangt, wie ein Preisvergleich des Nordkurier damals ergeben hatte. Zwei Effekte führten vor einem Jahr zu dem deutlichen Anstieg. So war die zuvor gesenkte Mehrwertsteuer zum Jahreswechsel wieder auf ihr altes Niveau zurückgekehrt, zum anderen verteuerte die CO2-Bepreisung erstmals den Kraftstoff.

Niemand will sich bei Prognosen festlegen

Doch was steht den Autofahrern nun diesmal zum Jahreswechsel bevor? Lohnt es sich wie vor einem Jahr, noch einmal voll zu tanken und vielleicht sogar noch mit einigen Kanistern an der Zapfsäule vorzufahren? Immerhin zündet zu Jahresbeginn die zweite Stufe der CO2-Steuer. Die angefragten Tankstellenpächter in der Region geben sich bei dieser Frage recht zugeknöpft. Keine Auskunft, heißt es meistens – mit Verweis auf die Konzernzentralen.

Doch auch dort will man sich nicht so recht festlegen. Da es sich um eine Fragestellung handelt, die die gesamte Branche betrifft, solle man sich doch bitte an den Dachverband der Mineralölwirtschaft wenden, heißt es zum Beispiel aus der Pressestelle der Deutschen BP AG, zu der Aral gehört.

Dieser Wirtschaftsverband ist der Fuels und Energie e. V., und nach dessen Einschätzung dürfte es so schlimm wie vor einem Jahr diesmal zum Jahreswechsel an den Tankstellen nicht werden. Der Verband rechnet zu Jahresbeginn durch die CO₂-Bepreisung mit einer kaum spürbaren Erhöhung der Spritpreise, die bei rund 1,5 Cent liegen werde, erklärt Alexander von Gersdorff, Sprecher des Wirtschaftsverbandes.

Kaum spürbar im normalen Marktgeschehen

Eine Einschätzung, die der ADAC teilt. 1,4 Cent beim Benzin und 1,5 Cent beim Diesel kommen durch die CO2-Bepreisung zu Jahresbeginn auf die Spritpreise drauf, hat der Automobilclub errechnet. „Das ist so gering, dass es sein kann, dass das im normalen Marktgeschehen für den einzelnen gar nicht spürbar sein wird“, sagt ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Mehr Einfluss auf die Kraftstoffpreise haben auch künftig die Rohölkurse, heißt es seitens des ADAC. Und die waren zuletzt wieder etwas gesunken, was auch zu einer kleinen Entspannung an den Zapfsäulen geführt hatte.

Fuels und Energie-Sprecher von Gersdorff verweist aber auch auf einen anderen Preistreiber. Demnach müssen die Tankstellen laut von Gersdorff ab 2022 mehr Bio-Kraftstoffe beimischen, die teurer, aber klimafreundlicher seien. „Autofahrer müssen sich also darauf einstellen, dass zusätzliche staatliche Kosten ab kommendem Jahr den Diesel- und Benzinpreis belasten“, erklärt von Gersdorff.

Lesen Sie auch: Das ändert sich alles im neuen Jahr 2022

zur Homepage