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Zur Sache, Herr Schäuble!

Nicht live, aber direkt: Als Videobotschaft „reist“ Julia Görgs Frage von Teterow nach Berlin. [KT_CREDIT] FOTO: Mathias Greisert

VonMathias GreisertSchwere Kost auf dem Stundenplan: Nach einer Sonderstunde zu Euro und Finanzkrise richten Teterower Schüler per Videobotschaft Fragen an ...

VonMathias Greisert

Schwere Kost auf dem Stundenplan: Nach einer Sonderstunde zu Euro und Finanzkrise richten Teterower Schüler per Videobotschaft Fragen an den Bundesfinanzminister.

Teterow.Muss Deutschland mehr zahlen, wenn es die Krise besser meistert als alle anderen Euro-Länder? Und was sagen eigentlich die zehn Nicht-Euro-Länder der Europäischen Union zur Krisenpolitik der 17 Euro-Staaten?
Als die Neuntklässler Julia, Michael und Julian ihre Fragen an Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorstellen, ist Geschichts- und Geografielehrerin Dagmar Herz von der Regionalen Schule Teterow überrascht. Wie sie im Nachhinein zugibt, war sie einigermaßen skeptisch, ob ihre Schüler mit einem Workshop zum Euro und zur Schuldenkrise etwas anfangen können. Der Verein „Bürger Europas“ hatte sich mit diesem Angebot im Auftrag des Bundesfinanzministeriums an die Schule gewandt. Seit seiner Gründung 2001 bringt der Bildungsträger deutschlandweit vor allem Jugendlichen europapolitische Themen näher. Mehrfach waren die Mitarbeiter so auch schon in Teterow zu Gast.
Klar, Schulhofgespräch ist die Finanzkrise nicht, doch die Teterower Jugendlichen scheint das Thema durchaus zu bewegen. Aufmerksam folgen sie anderthalb Stunden lang den Erklärungen von Referent Philipp Lottholz, auch wenn dieser es nicht immer schafft, Begriffsmonstern wie „Stabilitäts- und Wachstumspakt“ ihren Schrecken zu nehmen.
Spannend finden einige Schüler auch die Möglichkeit, eine Videobotschaft an den Bundesfinanzminister zu senden. Aus den Fragen, die der Verein bei seiner Infotour durch 45 Städte zusammenträgt, sollen später die Besten auf der Internetseite www.stabiler-euro.de veröffentlicht und über den Podcast „Schäuble zur Sache“ beantwortet werden. Falls ihre Fragen dafür nicht ausgewählt werden, gibt es zumindest eine schriftliche Antwort, verspricht Philipp Lottholz den Teterower Schülern.

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m.greisert@nordkurier.de