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Mit Zachäus und Sonnenschein an der Ostsee

Sonne, Strand, gute Laune und die Beschäftigung mit Fragen des Glaubens und der Religion: Das war die Osterfreizeit an der Ostsee.
Sonne, Strand, gute Laune und die Beschäftigung mit Fragen des Glaubens und der Religion: Das war die Osterfreizeit an der Ostsee.
Carlo Christiansen

Osterfreizeit führt die junge Gemeinde von Schönfeld in diesem Jahr nach Heringsdorf.

Wer sich in der Arithmetik der Osterfreizeit auskennt, der wird einen gewissen Zyklus erkennen, der die Orte betrifft, die wir Jahr für Jahr in der Woche nach Ostern ansteuern.
Vier Jugendherbergen an der Ostsee haben wir uns ausgewählt, und diese wechseln nun alle vier Jahre, so dass wir alle vier Jahre wieder am gleichen Ort sind. In diesem Jahr war das die Jugendherberge in Heringsdorf auf Usedom. Am Mittwoch, dem 8. April sammelten wir uns alle in Schönfeld, um von dort gemeinsam in zwei Kleinbussen zu starten.
Dreizehn Kinder von der 5. bis 9. Klasse aus dem Pfarrsprengel Schönfeld und vier Betreuer machten sich auf den Weg.
Das Wetter wurde von Tag zu Tag besser, und so verbrachten wir viel Zeit an der frischen Luft. Wir ließen uns auch direkt nach unserer Ankunft nicht lange bitten und gingen, nach einer ersten Inspektion der Zimmer, an den Strand. Hier gab es Gelegenheit, sich beim Spiel etwas näher kennen zu lernen.
Sicher durfte neben den vielen Freizeitaktivitäten auch die Auseinandersetzung mit dem Thema der Osterfreizeit „Jesus – wer bist du?“ nicht zu kurz kommen. So arbeiteten wir jeden Tag in Kleingruppen am Thema und suchten einen Einstieg in die Geschichte vom Zöllner Zachäus, der eine völlige Kehrtwende in seinem Leben erfährt. Im Familiengottesdienst in der Kirche Schönfeld am 3. Mai werden alle sicher mehr über die Geschichte erfahren. Diesen bereiteten wir nämlich auch auf Usedom vor. Außerdem beschäftigten wir uns mit christlichen Symbolen und im Speziellen mit dem Symbol der Hand. In diesem Zug lernten wir, wie uns unsere Hände fehlen, sollten sie einmal ausgefallen sein oder nicht richtig funktionieren. Wenn uns dann wieder einmal die Köpfe rauchten, machten wir einfach einen Gruppenspaziergang in den nächsten Ort, nach Ahlbeck oder Heringsdorf. Wir Betreuer stöberten in der Strandbuchhandlung oder ließen uns einen Kaffee an der Seebrücke schmecken.
In Bansin kann man an der Strandpromenade nicht nur gut essen, die Seeluft genießen und spazieren gehen. Man kann auch eine Bowlingbar besuchen. Eben das taten wir, und es sollte eine spannende Spielrunde werden. Mit zwei Bahnen schöpften wir das volle Kontingent der Bowlingbar aus und waren damit unter uns. Die Betreuer, die schon etwas Erfahrung im Bowling aufweisen konnten, belegten in der Abschlusstabelle die Plätze 1 bis 3 und 5. Überraschenderweise gesellte sich aber auch einer der Teilnehmer in die Top 5 und hätte beinahe einen Platz auf dem Treppchen abgeräumt. Angus Rode aus Klockow erzielte stolze 138 Punkte nach 18 Spielrunden und in seinem ersten Bowlingspiel überhaupt.
Nach dieser ganzen Aufregung auf dem Parkett sollte es an diesem Abend eher ruhig zugehen. Wir hatten einen schönen Film mit dem Namen „Vitus“ ausgesucht, den wir uns zusammen nach dem Abendbrot im Disko-Keller angesehen haben. Vitus ist ein Wunderkind. Das kommt ihm allerdings nicht immer nur zugute, denn seine Eltern verbauen ihm ein „normales Leben“ und wollen ihn zum Piano-Star machen. In der Folge stellt sich Vitus nach einem Sturz dumm, lässt seine Eltern verzweifeln. Sein einziger Verbündeter ist sein Großvater, bei dem er weiter heimlich Klavier spielt. Am nächsten Tag standen nur noch das Frühstück und das Großreinemachen auf dem Programm.
Zudem hatten wir am letzten Tag noch einen Geburtstag zu feiern, den Geburtstag von Thomas Dietz, der beim Frühstück ein Ständchen bekam und am Strand noch einen Schokokuchen.
Carlo Christiansen