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Eltern machen sich stark

Lena (links) kennt sich mit dem neuen CD-Radio aus und zeigt ihrer besten Freundin Jenni wie es funktioniert. Die Leiterin Bärbel Ladewich nutzt die Gelegenheit, um die neue Digitalkamera auszuprobieren.
             
Lena (links) kennt sich mit dem neuen CD-Radio aus und zeigt ihrer besten Freundin Jenni wie es funktioniert. Die Leiterin Bärbel Ladewich nutzt die Gelegenheit, um die neue Digitalkamera auszuprobieren.  
Martin E. Kruppa

Die Spendenbereitschaft von Firmen für Schulen und Kitas ist groß. Doch damit die Spenden sinnvoll genutzt werden können, bedarf es Eltern, die sich dafür einsetzen.

Seit April 2014 gibt es den Kita- und Schulförderverein Milmersdorf e.V., der damals mit 12 Mitgliedern begann. Die Initiative dazu kam von den Eltern aus den beiden Einrichtungen. „Schon vor Jahren gab es erste Versuche zur Gründung eines Vereines“, berichtet Enrico Kriegel. „Es scheiterte immer an der Mindestzahl von sieben Mitgliedern. Als es dann endlich so weit war, fehlte der Vorsitzende.“ Der zweifache Familienvater erinnert sich noch gut daran. „Als die Eltern deswegen an mich herangetreten sind, habe ich mich breitschlagen lassen.“


Als Förderverein sind die Eltern in der Lage, Gelder gezielt dort in die Einrichtungen fließen zu lassen, wo sie gebraucht werden. Am vergangenen Freitag besuchte der Vorstandsvorsitzende zusammen mit seiner Stellvertretenden Antje Schubert-Burr und zwei Kartons die Einrichtung. Sie übergaben der Leiterin Bärbel Ladewich einen neues CD-Radio und eine Digitalkamera. „Unsere alte Kamera will schon seit Monaten nicht mehr so richtig und kürzlich ist auch der CD-Spieler kaputt gegangen“, erklärt die gelernte Erzieherin. Kurzerhand meldete sie dem Förderverein den Missstand.


Schnell fand sich eine Lösung. Die Kfz-Werkstatt Ralf Kuberka war sofort bereit, das Anliegen zu unterstützen. Der Geschäftsführer übernahm gern die Kosten für das CD-Radio. Auch Schwester Elke, Leiterin der Senioren-WG „Haus Karolina“ spendete gerne. „Es existiert ein Kooperationsvertrag zwischen unseren Einrichtungen“, erklärt die Kitaleiterin.
Aktuell gibt es 17 Mitglieder im Förderverein. „Es ist leichter, Geldspenden zu akquirieren, als weitere Mitglieder zu bekommen“, räumt der Enrico Kriegel ein. „Obwohl wir auf vielen Veranstaltungen in Schule und Kita die Werbetrommel rühren, ist die Resonanz gleich null.“
Auch die Kitaleiterin kann die mangelnde Bereitschaft kaum nachvollziehen, da es ja genügend Elternteile im Wirkungskreis des Fördervereins gibt. „Wichtig ist, dass die Eltern sehen, dass der Verein etwas für ihre Kinder erreicht. Vielleicht wächst dann auch die Bereitschaft, mitzuwirken.“


Wer Interesse hat, den Verein zu unterstützen, ob als Mitglied oder durch Spenden, kann sich direkt an die Kita- oder Schulleitung wenden.