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James Bond in der Schule

Action-Held im Klassenzimmer - die Stuntanalyse mithilfe von Physikmedizin.
Action-Held im Klassenzimmer - die Stuntanalyse mithilfe von Physikmedizin.
Clara Benthin

Vor einiger Zeit hatte das Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium in Prenzlau Besuch von Professor Detlef Reichert vom Institut für Physik der Universität Halle.

Als Studienberater für Medizinische Physik folgte er gerne der Einladung, welche er vom Fachlehrer des Seminarkurses „Medizin und Physik“ Eckhard Böttcher erhielt. Den Schülern diese Kurses sowie einigen anderen Interessenten des Abiturjahrgangs brachte Prof. Reichert die Physikmedizin mit Hilfe eines allseits sowohl bekannten, als auch beliebten Helden der Filmgeschichte nahe: Bond – James Bond.

Einen großen Teil dieser Action-Bond-Filme machen natürlich die Stunts der Bösen und des Geheimagenten aus, die immer sehr waghalsig und gefährlich aussehen und bei denen einem manchmal schon vom Zusehen der Atem wegbleibt. Die Frage, die jedoch über allem steht, bleibt: Ist das wirklich möglich? Mit dieser Fragestellung befassten wir uns auch im ersten Teil des Vortrags von Prof. Reichert. Somit war es nicht nur interessant und lehrreich, sondern auch sehr unterhaltsam, da man viele fragwürdige Stuntszenen schon kannte. So wurde Freizeit, in diesem Fall in Form von Filmen, mit Lernen und Wissen vereint.

So kamen allerhand Kuriositäten zusammen. Beispielsweise spiegelte sich in „Goldfinger“ der große Bösewicht in der Iris einer schönen Frau, wodurch James Bond ihn sofort erkannte. Ein anderer Fall war ein mit Röntgenstrahlen durchfluteter Raum, in dem auch Röntgenbrillen funktionieren, oder aber ein Geheimagent, der schneller fällt, als ein wesentlich schwereres Flugzeug, was alles unmöglich ist. Verderben können diese Erkenntnisse das Filmvergnügen jedoch nicht. Vielleicht sieht man sich die Filmstreifen nun mit einer neuen Sicht an und hinterfragt die vielen halsbrecherischen Stunts.

Im zweiten Teil des Vortrags wurden noch einmal wissenschaftliche Aspekte der Physikmedizin beleuchtet. Die Physikmedizin ist eine Fachrichtung, die man auch an der Universität Halle studieren kann. Insgesamt war der Nachmittag wirklich sehr interessant und lehrreich.