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Messi & Co vor Mission „Wunder“

Königlicher Hoffnungsträger: Cristiano Ronaldo [KT_CREDIT] FOTO: Jonas Güttler

VonPeer Lasse KorffDie BVB-Profis und auch die Münchner Bayern stehen mit einem Bein im Finale von Wembley. Doch die wütenden Spanier wollen es den ...

VonPeer Lasse Korff

Die BVB-Profis und auch die Münchner Bayern stehen mit einem Bein im Finale von Wembley. Doch die wütenden Spanier wollen es den deutschen Klubs heimzahlen und setzen dabei auf ihre Stars.

Madrid/Barcelona.Die Fans werden mit Spots eingeschworen, die Spieler an ihrer Ehre gepackt und aus den Geschichtsbüchern magische Europacup-Nächte hervorgekramt. Angesichts der scheinbar aussichtslosen Lage im Kampf um den Einzug ins Champions-League-Finale ziehen Real Madrid und der FC Barcelona alle Register.
Cristiano Ronaldo blickt wild entschlossen, ja fast wütend in die Kamera. „Mit eurer Hilfe werden wir es schaffen“, sagt der Superstar von Real Madrid und appelliert zusammen mit seinen Teamkollegen an die „Madridistas“, die Fans der Königlichen. Die Botschaft des kurzen Videoclips ist eindeutig: Die Spanier haben sich vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Borussia Dortmund heute noch lange nicht aufgegeben. Trotz der 1:4-Pleite aus dem Hinspiel glauben die Real-Stars an eine „Noche Mágica“ (magische Nacht) in der Festung Estadio Santiago Bernabéu. „Es ist das wichtigste Match der vergangenen zehn Jahre“, sagte Star-Trainer José Mourinho: „Wir haben 90 Minuten Zeit, den Rückstand aufzuholen. Im Fußball ist alles möglich.“ Die Spanier klammern sich an ihre Historie – und setzen dabei auf ihre imposante Heimbilanz. „Real Madrid hat schon viele magische Nächte im Bernabéu gefeiert. Wir werden unser bestes tun, um der Liste eine weitere hinzuzufügen“, sagte der deutsche Nationalspieler Sami Khedira. „Wir fangen das Spiel bei 1:4 an. Wir waren in Dortmund zu schlecht“, sagte Mourinho.
La Remontada, die Aufholjagd – es gibt nur ein Wort, das dieser Tage in Barcelona häufiger fällt: Messi. Beide Wörter gehören für die Anhänger des FC Barcelona vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League morgen gegen Bayern München eng zusammen. Lionel Messi, wer sonst könnte das Wunder im Camp Nou vollbringen, wenn nicht der Heilige des Fußballs, der außerirdische Leo? Ein 0:4, wie es das große Barça bei den Bayern hinnehmen musste, hat noch nie eine Mannschaft in 21 Jahren Champions League aufgeholt. Doch Messi verspricht: „Wir können es schaffen!“ Die Niedergeschlagenheit nach dem Hinspiel ist Trotz und einer „Jetzt erst recht“-Haltung gewichen. „Sí, se puede!“, ja, es ist zu schaffen, titelte das Blatt Sport am Montag. Die Zeitung El Mundo Deportivo hob ein Foto des jubelnden Messi auf Seite eins, darüber die Schlagzeile: „Mit Leo ist alles möglich!“
Die Medien versuchten, der Hoffnung durch Statistik Nahrung zu geben. In 36 seiner 48 Pflichtspiele für Barça in dieser Saison hat Messi getroffen. Und: Gegen deutsche Teams trifft er am liebsten. Zwölf Tore stehen für ihn in der Champions League gegen Bundesliga-Klubs zu Buche.
Und dann war da ja noch jener magische 8. April 2009: Barça 4, FC Bayern 0. Zwei der vier Tore erzielte?
Richtig, Lionel Messi.