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Mit der Seifenkiste geht die Post ab

Bunt und schnell – so muss ein guter Seifenkisten-Flitzer sein. [KT_CREDIT] FOTO: Maurizio Gambarini

VonStefan ParschSie flitzen hügelige Straßen hinunter und sind dabei ziemlich schnell: Seifenkisten. Oft treten Kinder oder Erwachsene mit den ...

VonStefan Parsch

Sie flitzen hügelige Straßen hinunter und sind dabei ziemlich schnell: Seifenkisten. Oft treten Kinder oder Erwachsene mit den Mini-Fahrzeugen bei Rennen an. Max Ole und Melina freuen sich schon auf das erste Rennen in dieser Saison.
Immer im Frühling geht es wieder los: Max Ole und Melina holen ihre Seifenkisten aus der Garage. Der Achtjährige und die Siebenjährige stellen die kleinen Fahrzeuge auf Holzgestelle. Dann nehmen sie Sandpapier und schmirgeln damit bestimmte Stellen glatt. Besonders die Stellen, an denen sich die Räder um die Achsen drehen. „Je glatter diese Stellen sind, desto besser laufen die Räder“, erklärt Max Ole.
Melina und er sehen sich auch genau die Seilzüge an. Die brauchen sie zum Lenken. Die Lenkung ist wichtig, schließlich sausen die beiden Kinder mit ihren Seifenkisten auf einer kurvigen Straße einen Hügel hinunter. Dabei können die kleinen Fahrzeuge ziemlich flott werden – und das, obwohl sie keinen Motor haben. Bald steht für Max Ole und Melina das erste Rennen in dieser Saison an. Gemeinsam mit ihren Eltern machen sie deshalb ihre Seifenkisten fit.
Dazu sind alle in den Hof von Norbert Timm gekommen. Er ist der Chef ihres Rennvereins und hat die Seifenkisten gebaut. Die Mini-Fahrzeuge sind maßgeschneidert – also genau passend für jedes Kind. Melinas Kiste hat gerade eine neue Lackierung erhalten: ein knalliges Pink. Die Siebenjährige ist schon zwei Rennen gefahren. Max Ole fährt seit einem Jahr Rennen mit Seifenkisten. Sein Vater hatte ihm erzählt, wie er selbst früher gefahren ist. Max Ole wollte es unbedingt ausprobieren. Dann hat ihn das Rennfieber gepackt. In vier Rennen hat er zweimal den zweiten Platz belegt.
Einmal hatte er einen kleinen Unfall. „Das war blöd“, sagt der Achtjährige. Max Ole war in die Kegel gerauscht, die die Rennstrecke begrenzen. Verletzt hat er sich dabei nicht – aber das Rennen war für ihn trotzdem gelaufen. Vor einem Rennen sind sowohl Melina als auch Max Ole aufgeregt. Aber sie haben Tricks: „Ich esse Gummibärchen oder ein Eis“, sagt Max Ole. Melina kaut Kaugummi.
Dann kann es losgehen: Mit ihren Seifenkisten sausen sie eine Holzrampe hinunter auf die Straße. Damit der Wind besser an ihrem Helm vorbeistreichen kann, machen sie sich dabei klein. So sind sie schneller. Schließlich wollen sie gewinnen!