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Mit Mimi und Krax dem Kreide-Geheimnis auf der Spur

Keine Angst: Der Findling – so wird der riesige Kieselstein aus der Eiszeit genannt – hängt an starken Ketten. Wer Mut hat, kann sich im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl mal darunter legen, wie Susann Flade vom Nationalpark.  FOTO: Ralph Schipke

VonRalph SchipkeWer mehr über Schulkreide wissen möchte, sollte einmal auf die Insel Rügen fahren und eine Zeitreise unternehmen. Das istgar nicht so ...

VonRalph Schipke

Wer mehr über Schulkreide wissen möchte, sollte einmal auf die Insel Rügen fahren und eine Zeitreise unternehmen. Das istgar nicht so schwer, wie es klingt. Denn Mimi die Maus und der Rabe Krax stehen euch dort als Reisebegleiter zur Seite. Gemeinsam erkundet ihr das Nationalparkzentrum Königsstuhl. Das befindet sich auf der Halbinsel Jasmund in einem von drei Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern. In einem Nationalpark werden Pflanzen und Tiere und die ganze Umwelt – also Wasser und Luft und andere Dinge in der Natur – ganz besonders geschützt.
Das Besondere am Nationalpark Jasmund ist der Königsstuhl, ein Fels ganz und gar aus Kreide. Überhaupt ist die komplette Insel Rügen auf Kreide entstanden. An der Steilküste kann man das richtig gut sehen.
Warum der kreideweiße Berg an der Ostsee Königsstuhl genannt wurde und wieso und seit wann unter der Insel überhaupt so viel Kreide liegt, erfahrt ihr auf der Zeitreise mit Mimi und Krax. Die beiden sprechenden Tiere sind die Begleiter durch eine tolle Ausstellung im Nationalparkzentrum direkt am Königsstuhl. Die Ausstellung enthüllt viele Geheimnisse der Natur. Euch viele tolle Objekte zum Anfassen und Ausprobieren. Maus Mimi und Rabe Krax s zeigen euch zum Beispiel zahlreiche Aquarien, einen echten Eisberg und viele andere Attraktionen. Auf der Tour könnt ihr auch Dinosaurier besuchen. Ihr trefft aber auch „wilde“ Tiere, die heute noch leben, wie Asseln, Regenwürmer und Tausendfüßler. Krax weiß zu erzählen, dass der Tausendfüßler eigentlich nur 60 Beine hat und welche wichtigen Aufgaben der harmlose Bursche im Wald erfüllt. Auf einer ganz besonderen Wiese könnt ihr in Ameisengröße spazieren gehen. Natürlich nicht wirklich. Die Macher der Ausstellung haben einfach die Fotos so groß gemacht, dass die Käfer und Schnecken euch bis zur Schulter reichen und die Grashalme bis über euren Kopf.
Wenn ihr schon bei der Anreise etwas Gutes für die Natur tun möchtet, dann überredet eure Eltern doch, mit der Bahn und dem Bus anzureisen. Das letzte Stück müsst ihr ohnehin zu Fuß gehen. Denn im Nationalpark sind gar keine Autos erlaubt.
Wenn ihr eine Bahnfahrkarte zum Königsstuhl kauft, bekommt ihr das Eintrittsticket zum Raben Krax und zur Maus Mimi gleich mit dazu. Und ihr dürft außerdem oben rauf auf den Königsstuhl und in einen wunderbaren Buchenwald. Der ist so einzigartig, aber auch so selten geworden. Darum wurden die deutschen Buchenwälder 2011 in eine Liste des Weltnaturerbes aufgenommen, die die UNESCO führt. Das ist die Organisation der Vereinten Nationen der ganzen Erde für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Früher gab es in Europa überall solche dichten Wälder. Aber der Mensch hat die Bäume gefällt. Um Möbel zu bauen oder Schiffe. Und die frei gewordene Fläche hat er oft zu Feldern gemacht. Oder schnell wachsende Nadelbäume angepflanzt. So wurden die Buchen immer seltener. Auch, weil sie langsam wachsen und rund 300 Jahre brauchen, bis sie „erwachsen“ sind.
www.nationalpark-kids.de