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Mit viel Feingefühl am Lenker

Anwohner der Ortsdurchfahrt Bredenfelde nutzen die regelmäßigen Bauberatungen gern, um mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Sie nehmen regen Anteil am Baugeschehen vor ihren Haustüren.

Von unserem Redaktionsmitglied Susanne Böhm In der zweiten Woche der Bauarbeiten in Bredenfelde wollen die Akteure mal ein Kompliment an die Autofahrer los ...

Von unserem Redaktionsmitglied
Susanne Böhm

In der zweiten Woche der Bauarbeiten in Bredenfelde wollen die Akteure mal ein Kompliment an die Autofahrer los werden. Die wenigen Lkw, die sich hierher noch verirren, stellen kein Probem dar.

Bredenfelde.Der Verkehr rollt, besser als es die Mitarbeiter des Straßenbauamtes Neustrelitz erwartet hatten. In der zweiten Woche nach Beginn der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Bredenfelde hat sich auf der damit zusammenhängenden Umleitung über Neubrandenburg auch der Lkw-Verkehr eingependelt. Das sagte Alfred Wilp aus dem Straßenbauamt jetzt bei einer Beratung vor Ort. „Wir sind selbst angenehm überrascht, dass das so gut funktioniert.“
Weil die Fahrbahn während der Bauarbeiten auf der Bundesstraße 198 in Bredenfelde zu schmal ist, ist die Ortsdurchfahrt voraussichtlich bis September für Lkw gesperrt (der Nordkurier berichtete). Sie werden ab Neustrelitz und Woldegk über die
B 96 und die B 104 durch Neubrandenburg umgeleitet. Sattelschlepper, die aus Richtung Feldberg auf die B 198 treffen, fahren über Burg Stargard und Neubrandenburg nach Woldegk. Die meisten Lkw-Fahrer befolgen die ausgeschilderte Umleitung, haben das Straßenbauamt und auch die Bauleute festgestellt.
„Die Lkw sind zu 95 Prozent raus aus der Baustelle. Wir können zufrieden sein“, sagte Polier Robert Fitzner von der bauausführenden Firma Eurovia. „Die deutliche Mehrheit hält sich an die Umleitung, dafür wollen wir uns ausdrücklich bedanken“, bekräftigte Alfred Wilp. „Es ist nicht überall so, dass das Verständnis so groß ist.“
Die meisten Fernfahrer würden Bredenfelde kennen und wissen, dass die Straße schon ohne Bauarbeiten recht schmal ist. „Sie können sich selbst ausrechnen, dass es hier zur Zeit problematisch ist.“ Nur wenige Laster „verirren“ sich nach Beobachtung der Bauleute in die Baustelle. Diese würden sich dann mit aller Umsicht durch den sensiblen Bereich arbeiten. „Die fahren ganz langsam, in Schrittgeschwindigkeit“, beschreibt Robert Fitzner.
Anfängliche Befürchtungen, die Lasterfahrer könnten in Alt Käbelich auf einen Schleichweg ausweichen, seien nicht eingetreten. „Wir hatten erwogen, auch die Straße zwischen Alt Käbelich und Burg Stargard für Lkw zu sperren, aber eine Verkehrszählung der Straßenmeisterei Neubrandenburg hat ergeben, dass dort nicht mehr Bewegung ist, als sonst“, erklärt Alfred Wilp. Auch die Anwohner der Umleitungsstrecke scheinen sich mit der Situation arrangiert zu haben. „Nach anfänglichen Beschwerden aus Burg Stargard ist bei uns nichts mehr bekannt geworden“, so Alfred Wilp.
Ebenfalls ohne Schwierigkeiten verlaufen die Bauarbeiten, schätzte Robert Fitzner ein. Ein 350 Meter langes Teilstück der Straße sei bereits abgefräst worden. Jetzt werde das Straßenentwässerungssystem erneuert. Danach werde Frostschutzschotter eingebracht, Bordanlagen gesetzt und die Asphaltschicht aufgetragen. Im Anschluss werde mit dem nächsten Teilstück begonnen. In vier Abschnitten wird die Ortsdurchfahrt auf diese Weise Schritt für Schritt saniert. Links und rechts der Fahrbahn werden Geh- und Radwege angelegt, Bushaltestellen werden umverlegt, die Straßenbeleuchtung erneuert.
Die Anwohner nehmen regen Anteil am Baugeschehen vor ihren Häusern, beobachten die Arbeiten, ohne sich über Einschränkungen zu beklagen. „Da gibt es keine Probleme“, so Robert Fitzner. In manchen Bauphasen könnten die Anlieger ihre Grundstücke nur eingeschränkt oder gar nicht befahren, aber das werde „separat besprochen“.
Das Straßenbauamt und die Baufirma sind zuversichtlich, dass die Ortsdurchfahrt bis September fertig wird. „Wir gehen davon aus, dass alles lückenlos läuft“, sagt Alfred Wilp.

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s.boehm@nordkurier.de