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Fünf Türen für den City-Flitzer

Das sportliche Top-Modell der Swift-Baureihe von Suzuki zeigt nicht nur eine kraftvolle Statur, sondern auch zwei Türen mehr. Seit diesem Monat steht er beim Händler. Foto: Hersteller
Das sportliche Top-Modell der Swift-Baureihe von Suzuki zeigt nicht nur eine kraftvolle Statur, sondern auch zwei Türen mehr. Seit diesem Monat steht er beim Händler. Foto: Hersteller
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Kleine Premiere: Bisher gab es den Suzuki Swift Sport nur als Dreitürer, nun steht auch die praktischere Karosserievariante mit fünf Türen beim Sportmodell zur Auswahl.

Der Kleine ist wahrlich der Größte. Der Swift ist für Suzuki, dem japanischen Allrad- und Kleinwagenspezialisten, ein Erfolgsmodell. Das Auto verkauft sich gut, fast ein Drittel aller Zulassungen geht auf sein Konto. Genau drei Jahrzehnte rollt er bereits über die Straßen – nun in der vierten Generation. Gewachsen um gerade einmal 27 Zentimeter, hat er seine Tugenden – handlich, wendig, flink – über die Jahre bewahrt. Ein wenig vom Glanz fällt dabei auch auf den sportlichen Ableger des City-Flitzers, dem Swift Sport, der als Dreitürer seit Anfang 2012 mit rund zehn Prozent aller Swift-Verkäufe seinen Teil zum Kuchen beiträgt. Jetzt fügt Suzuki seinem sportlichen Top-Modell eine neue Variante hinzu – den Swift Sport als fünftürige Version. Suzuki verspricht sich davon einen größeren Alltagsnutzen, schließlich wird der Einstieg in den Fond für die Passagiere deutlich leichter. Als Fünftürer kostet der mit einem 136-PS-Benziner bestückte Winzling 19 790 Euro. Das entspricht einem Aufpreis von 800 Euro gegenüber dem Dreitürer.

Mit seinem muskulösen Design stellt der 3,89 Meter lange City-Flitzer seinen sportlichen Anspruch auch optisch heraus. Insignien wie Schweller, Dachspoiler, 17-Zoll-Aluräder oder ein weit geöffneter Kühlergrill sorgen für eine athletische Komponente. Die zwei fast armdicken Auspuffrohre bilden den stimmigen Abschluss. Der Innenraum ist ebenfalls auf Sport getrimmt und will mit Edelstahl-Pedalen, gut geformten Sitzen mit roten Ziernähten sowie silberfarbenen Dekorelementen punkten.

Das Cockpit wirkt angenehm aufgeräumt, die Instrumente sind übersichtlich und gut ablesbar geordnet. Das Drei-Speichen-Multifunktions-Lederlenkrad ist in Höhe und Tiefe verstellbar. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu kritteln. Etwas getrübt wird der Eindruck allerdings durch die Kunststofflandschaft, die den Innenraum trist und wenig hochwertig erscheinen lässt. Dafür bieten die Vordersitze ausreichend Platz, auch auf der Rückbank lässt es sich ohne Gefahr für Knie und Kopf auf kurzen Strecken aushalten. Der Kofferraum ist mit 211 Liter Stauraum einem Kleinwagen entsprechend.

Die serienmäßige Ausstattung ist reichhaltig. So sind beispielsweise Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Lichtsensor, Audiosystem und Tempomat im Preis mit einbegriffen. Ein Navigationssystem muss extra geordert werden. Assistenzsysteme jedoch sind selbst gegen Geld und gute Worte nicht zu haben.

Der Motor hat die rund 1115 kg des Fünftürers ganz ordentlich im Griff. Unter 4000 Umdrehungen geht es allerdings eher gemächlich zur Sache. Erst darüber hinaus kommt das Drehmoment von 160 Newtonmeter richtig ins Spiel und schiebt den Swift in 8,7 Sekunden auf Tempo 100. Auf der Autobahn wird er bis 195 km/h schnell, bevor ihm die Puste ausgeht. Wer den kleinen Japaner also zu einer sportlichen Gangart bewegen will, muss fleißig schalten. Mit dem gut abgestimmten Sechsgang-Getriebe ist das kein Problem. Allerdings langt der Swift dann auch beim Spritverbrauch kräftig zu. 6,4 Liter hat Suzuki ihm ins Stwammbuch geschrieben – im Alltag sollte man ruhig ein Literchen mehr in Rechnung stellen. Dafür zeigt er sich allen Situationen in seiner eigentlichen Heimat – dem Gewusel im Stadtverkehr – bestens gewachsen. Klein und flink findet er auch dort noch ein freies Plätzchen, wo andere längst aufgegeben haben.