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Mourinho-Abschied bei Real heizt das Trainerkarussell an

VonJürgen ZelustekNach der endgültigen Entscheidung in Madrid werden bei den Top-Vereinen in Europa für die neue Saison viele ...

VonJürgen Zelustek

Nach der endgültigen Entscheidung in Madrid werden bei den Top-
Vereinen in Europa für die neue Saison viele Trainer-Namen
gehandelt.

Köln.Der bevorstehende Abschied von José Mourinho bei Real Madrid hat das Trainer-Karussell in Europa noch einmal beschleunigt und Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Selbst Bayern-Coach Jupp Heynckes (68) ist angeblich nach wie vor ein Kandidat bei den Königlichen.
Favorit für die Nachfolge Mourinhos beim Klub der deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira ist aber der Italiener Carlo Ancelotti, der bei Paris St. Germain bereits um seine Freigabe gebeten hat. Klubchef Nasser Al-Khelaifi hat Ancelotti, der noch bis 2014 beim frisch gekürten französischen Meister unter Vertrag steht, aber eine Absage erteilt. Real-Präsident Florentino Perez hat die Hoffnung auf eine Verpflichtung seines Wunschkandidaten aber noch nicht aufgegeben. „Das ist eine Einstellung, mit der wir umgehen müssen. Ich möchte PSG und seinem Besitzer meinen größten Respekt aussprechen“, sagte Perez ohne Groll in Richtung Paris.
Der mächtige Real-Boss fügte an, dass es auch Alternativen zu Ancelotti gebe. Sollte es mit Ancelotti nicht klappen, hat Real angeblich auch Tottenham-Coach André Villas-Boas als Alternative auf dem Zettel. Mourinho selbst wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum noch amtierenden Champions-League-Sieger und Europa-League-Gewinner FC Chelsea zurückkehren, den er zwischen 2004 und 2007 zu zwei Meisterschaften und einem FA-Cup-Sieg führte. Dort steht allerdings noch Rafael Benítez in der Verantwortung, der seinerseits schon ebenso wie die ehemaligen Nationaltrainer Laurent Blanc und Raymond Domenech als möglicher Nachfolger von Ancelotti in Paris gehandelt wird.
Der spanische Chelsea-Coach ist seit dem Wochenende aber auch beim italienischen Ex-Meister SSC Neapel als Nachfolger des zurückgetretenen Walter Mazzarri im Gespräch. In Italien gibt es möglicherweise weitere attraktive Stellenangebote. Denn beim AC Mailand sind die Tage von Massimiliano Allegri offenbar gezählt. Gennaro Gattuso und Clarence Seedorf werden bei den Rossoneri als mögliche Trainerkandidaten gehandelt.
Und beim Lokalrivalen Inter Mailand steht Andrea Stramaccioni nach verpasster Europacup-Qualifikation auf der Kippe. Inter ist angeblich an Mazzarri interessiert, der allerdings auch vom AS Rom umworben sein soll. Dort könnte aber auch Mancini Trainer Aurelio Andreazzoli beerben.