IM GERICHTSSAAL

Mann in Selbstjustiz misshandelt – Prozess beginnt

Der Rechliner wurde geschlagen, gequält und ausgesetzt – nun beginnt das Verfahren gegen die vier mutmaßlichen Täter.
dpa
Ein Rechliner war brutal gequält worden und anschließend in einen Schacht gestoßen und dann zurückgelass
Ein Rechliner war brutal gequält worden und anschließend in einen Schacht gestoßen und dann zurückgelassen worden. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen die vier mutmaßlichen Täter (Symbolbild). BillionPhotos.com_stock-adobe-com
Neubrandenburg ·

Weil sie einen Mann in Rechlin (Mecklenburgische Seenplatte) aus Selbstjustiz geschlagen, gequält und ausgesetzt haben sollen, müssen sich eine Frau und drei Männer ab Donnerstag am Landgericht Neubrandenburg verantworten. Der 26-jährigen Frau und den Komplizen wirft die Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Aussetzung vor. Das Quartett soll den Bekannten im Februar in Rechlin schwer misshandelt haben, weil er angeblich ein Kind sexuell missbraucht hätte.

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In den Schacht gestoßen und zurückgelassen

Die Beschuldigten im Alter zwischen 23 und 47 Jahren sollen das Opfer in dessen Wohnung aufgesucht, ihn geschlagen, einen Beutel über den Kopf gezogen und zu einem alten Militärbunker gebracht haben. Dort war der Geschädigte weiter misshandelt, in einen Schacht gestoßen und scheinbar hilflos bei Frost zurückgelassen worden. Dem Opfer gelang es, sich am nächsten Tag zu befreien und Hilfe zu holen, so dass er trotz starker Unterkühlungen überlebte.

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