So weit soll es nicht kommen! Ausbreitung eines Bodenfeuers in einem Kiefernbestand. Die Ursache war eine weggeworfene Zigaret
So weit soll es nicht kommen! Ausbreitung eines Bodenfeuers in einem Kiefernbestand. Die Ursache war eine weggeworfene Zigarettenkippe. Im Müritz-Nationalpark gilt jetzt Waldbrandgefahrenstufe 4. Ulrich Meßner/Müritz Nationalpark
Warnung

Hohe Waldbrandgefahr im Müritz-Nationalpark

Das Leitforstamt Mirow hat die Waldbrandgefahrenstufe 4 ausgerufen. Was jetzt bei einem Waldspaziergang zu beachten ist.
Mirow

Obwohl es erst März ist und die Temperaturen nachts noch tief sinken, ist der Wald durch das anhaltend sonnige Wetter extrem trocken. Das Leitforstamt Mirow hat daher die Waldbrandgefahrenstufe 4 ausgerufen. Auch der Müritz-Nationalpark ist davon betroffen. Der länger ausgebliebene Regen und trockene Winde haben die Situation verschärft. „Die verdorrten Pflanzen aus dem letzten Jahr am Waldboden stellen eine besonders hohe Brandlast dar, zumal frisches Grün noch nicht aufgewachsen ist. Die Glut einer Zigarette reicht aus, um den Wald in Brand zu setzen“, teilt Ulrich Meßner vom Nationalparkamt Müritz mit. Waldbesucher sollten daher besonders vorsichtig sein, da unachtsames Verhalten derzeit dramatische Folgen für den Wald haben könne.

Rauchen im Wald verboten

Das Nationalparkamt Müritz weist Besucher darauf hin, dass der Wald außerhalb der Wege nicht betreten werden sollte. Das Rauchen in den Wäldern von Mecklenburg-Vorpommern sei gesetzlich verboten. Zigarettenreste sollten nicht aus dem Autofenster entsorgt werden. Im und am Wald gelte ein Mindestabstand von 50 Metern bei der Verwendung von Feuer. Dies betreffe auch Grillfeuer und Gaskocher.

Zufahrtswege freihalten

Die Zufahrtswege im Wald und an den Waldrändern seien generell für Rettungskräfte freizuhalten. Auch sei das Befahren von nicht öffentlichen Waldwegen mit einem Kraftfahrzeug gesetzlich verboten. Fahrzeuge dürfen auch nicht auf trockenen Wiesen- und Waldflächen abgestellt werden.

Ranger zu Kontrollen unterwegs

„Außerdem appellieren wir an Ihre Vernunft: Bitte halten Sie sich an die Regeln und tun Sie nichts Unüberlegtes im Wald. Zurzeit ist das ein Spiel mit dem Feuer“, so Ulrich Meßner. Jeder Brand sei unverzüglich der Feuerwehr, Notruf 112, der Forstdienststelle oder der Polizei zu melden. Das Nationalparkamt setzt seine Ranger zu speziellen Gebietskontrollen ein, um mögliche Gefahren frühzeitig entdecken zu können.

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