Auf Kanusafari mit Booten von Kanu-Hecht: Der Dalmsdorfer Bootsverleiher ist schon lange ein Müritz-Nationalpark-Partner.
Auf Kanusafari mit Booten von Kanu-Hecht: Der Dalmsdorfer Bootsverleiher ist schon lange ein Müritz-Nationalpark-Partner. Ingo Hecht
Naturschutz

Müritz Nationalpark sucht neue Partner

Eine neue Bewerberrunde hat begonnen. Zwei, die bei der Initiative mit an Bord sind, berichten, was sie davon haben.
Hohenzieritz

Unternehmen, die sich für den Müritz-Nationalpark engagieren, können sich bis zum 28. Februar als Nationalpark-Partner bewerben. Ein Vergaberat mit Vertretern aus der Region entscheidet nach Prüfung der Unterlagen und einer Vor-Ort-Besichtigung dann über die Bewerbung. Die Auszeichnung Müritz-Nationalpark-Partner, die zur Nutzung des Nationalpark-Logos mit dem Schriftzug „Partner“ berechtigt, ist an Kriterien gebunden. Neben der Unterstützung der Nationalparkziele gibt es Kriterien aus den Bereichen Qualität, Informationsvermittlung, Zusammenarbeit und Umweltorientierung.

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Orientierung für Urlauber

Der Dalmsdorfer Kanuverleiher und Anbieter von Ferienunterkünften, Ingo Hecht, ist zum Beispiel seit etlichen Jahren als Nationalpark-Partner zertifiziert. Für ihn lohne sich der Beitrag, sagt er. „Man darf mit dem Nationalpark-Logo werben und präsentiert sich den Gästen gegenüber als Partner“, erklärt er. Viele Besucher würden natürlich aufgrund des Müritz-Nationalparks in die Region kommen und erhalten so eine Orientierung und das Wissen, dass Kanu-Hecht im Sinne des Nationalparks arbeite. Von Vorteil sei zudem, dass eine Vernetzung unter den Touristikern stattfindet. So war Ingo Hecht in früheren Jahren noch als Guide im Naturschutzgebiet unterwegs, was er heute gar nicht mehr schaffen würde. „Da vermitteln wir jetzt an Partner aus dem Netzwerk“, erklärt er.

Viele Ausflüge auf großer Karte beworben

Heiko Thomä ist der Inhaber des Campingplatzes Kamerun am Ortseingang von Waren. Er sieht im Nationalpark einen Besuchermagneten für die Region. Eine Partnerschaft hätte den Vorteil einer intensiveren Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung. Mitglieder würden schneller über Aktionen informiert. Ein weiterer Vorteil sei der Erfahrungsaustausch in den Gesprächsrunden. „Die Partnerschaft ist auch gut für unsere Mitarbeiter, die, im direkten Kontakt mit den Gästen stehend, mit einbezogen werden“, sagte er. So könne sich der Gast auf dem Campingplatz, schon einmal umfassender über Nationalpark informieren. Auf der großen Übersichtskarte würden viele ihre Ausflüge planen. „Im Zusammenhang mit der Buslinie ‚Müritz rundum‘ ist das ein großer Vorteil für den Gast“ Beide Angebote würden von den Gästen des Campingplatzes nach Aussage des Inhabers sehr gut angenommen. Durch die Entrichtung der Kurtaxe ist es den Gästen möglich, die Buslinien des Mobilitätsangebotes kostenlos zu nutzen. Dieses Mobilitätsangebot führt mit der Nationalpark-Linie auch durch Bereiche des Müritz-Nationalparks, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt sind.

Netzwerk besteht seit 2005

Der Jahresbeitrag der Müritz-Nationalpark-Partner ist abhängig von der Betriebsgröße. Seit 2005 besteht das Netzwerk. Aktuell gibt es 44 Müritz-Nationalpark-Partner. „Die Partnerschaft hat das Ziel, den Müritz-Nationalpark mit seinem Schutzzweck zu stärken und das nachhaltige Wirtschaften in der Region zu befördern. Das ist im Moment aktueller denn je“, sagt Martin Kaiser, Betreuer der Nationalpark-Partnerinitiative.

Es ist die einzige Bewerbungsrunde in diesem Jahr. Die Bewerbungsunterlagen stehen im Internet www.mueritz-nationalpark-partner.de zum Download bereit. Bundesweit gibt es in inzwischen über 1300 Partnerunternehmen in den Nationalen Naturlandschaften. Weitere Informationen: www.mueritz-nationalpark-partner.de

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