Im Oktober dürfen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern unter bestimmten Bedingungen ihre nicht kompostierbaren Gartenab
Im Oktober dürfen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern unter bestimmten Bedingungen ihre nicht kompostierbaren Gartenabfälle im Garten abbrennen, so wie hier bei Burg Stargard. Foto: Simon Voigt Simon Voigt
In Penzlin sind solche Feuer im Garten nicht mehr erlaubt. Foto: NK-Archiv.
In Penzlin sind solche Feuer im Garten nicht mehr erlaubt. Foto: NK-Archiv.
Kompostieren ist gewünscht, Verbrennen verboten. Foto: © katrinz – Fotolia.com
Kompostieren ist gewünscht, Verbrennen verboten. Foto: © katrinz – Fotolia.com katrinz
Gartenbesitzer aufgepasst

Bis zu 100.000 Euro Strafe - Feuerverbot in Penzlin

Wer in Penzlin Laub und Äste im Garten verbrennen möchte, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Denn die Stadt hat über den Landkreis ein Verbot anordnen lassen.
Penzlin

Mit dem Beginn des Oktobers steigt traditionell auch wieder der Rauch in vielen Gemeinden auf, wenn die Gartenbesitzer ihren Grünschnitt verbrennen. Doch in Penzlin könnte das in diesem Jahr teuer werden.

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Denn aufgrund einer Vielzahl von Beschwerden seitens der Bürger hat sich die Stadtvertretung bereits auf ihrer Sitzung vom 21. Juni mit dem Thema Verbrennen von Gartenabfällen in den Monaten März und Oktober beschäftigt. Beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sei eine Allgemeinverfügung zur Untersagung beantragt worden, die seit diesem Montag rechtskräftig veröffentlicht wurde, informiert Stadtsprecherin Katharina Riedel.

Generell gilt ein Verbot - doch es gibt Ausnahmen

„Damit gilt in den Monaten März und Oktober, in denen sonst unter besonderen Umständen das Verbrennen von Gartenabfällen gestattet war, ein generelles Verbot zum Verbrennen für die Stadt Penzlin und die Bereiche Seeblick und Neubrandenburger Chaussee”, sagt Katharina Riedel. Den Bürgern werde empfohlen, den Penzliner Annahmehof zu nutzen, sofern ein Kompostieren auf dem eigenen Grundstück nicht möglich sei. Ausgenommen vom Verbot ist die Verbrennung von Pflanzenabfällen zur Bekämpfung der Rosskastanienminiermotte.

Zur Begründung heißt es vom Landkreis, dass sich die Mehrheit der Bürger in Penzlin nicht an die gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen gehalten und somit billigend erhebliche Folgen für Menschen und Umwelt in Kauf genommen hätte.

In der Pflanzenabfallverordnung M-V heißt es, dass pflanzliche Abfälle verbrannt werden dürfen, wenn eine Entsorgung oder eine Nutzung der von den öffentlichrechtlichen Entsorgungsträgern durch Satzung anzubietenden Entsorgungssysteme nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle ist vom 1. bis 31. März und vom 1. bis 31. Oktober werktags während zwei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr zulässig. Mehrere Grundstückseigentümer können aber auch gemeinsam einen Kompostplatz betreiben.

Landkreis meint, Bürgern ist eine gebührenpflichtige Entsorgung zumutbar

Der Landkreis vertritt jedoch die Meinung, dass den Penzlinern ja der Wertstoffhof in der Puchower Chaussee zur Verfügung steht, wo pflanzliche Abfälle während der Öffnungszeiten gegen eine Gebühr abgegeben werden können. „Folglich sind die Voraussetzungen zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle nicht gegeben. Es ist den Bürgern zumutbar, pflanzliche Abfälle über das Entsorgungssystem des Landkreises in Penzlin gegen eine Gebühr zu entsorgen. Die Erhebung einer Gebühr für die Entsorgung führt nicht zur Unzumutbarkeit der Inanspruchnahme des vorgehaltenen Entsorgungssystems. Somit fehlt es an den Voraussetzungen für ein zulässiges Verbrennen. Das Verbrennen ist daher in der Stadt Penzlin einschließlich der Bereiche Seeblick und Neubrandenburger Chaussee generell verboten”, heißt es in der Verordnung.

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Wer das Verbot missachtet, dem drohen durchaus drastische Strafen: Wer sich nicht an die Allgemeinverfügung hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 100.000 Euro geahndet werden kann.

 

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