WARENER KANTATENCHORS AUF ARTE

2000 Stimmen singen die Friedensmesse

Über 2000 Musiker aus 27 Ländern haben in Berlin das Stück von Karl Jenkins aufgeführt – auch 19 aus Waren. Am Sonntag läuft es im Fernsehen.
Der Chor war gewaltig, der Auftritt für Sänger und Publikum bewegend. 
Der Chor war gewaltig, der Auftritt für Sänger und Publikum bewegend. Screenshot: Arte.TV
Einige der Warener Chorsängerinnen glücklich und gelöst nach der großen Aufführung am 2. November in Berlin. Ganz links die Kreiskantorin Christiane Drese.
Einige der Warener Chorsängerinnen glücklich und gelöst nach der großen Aufführung am 2. November in Berlin. Ganz links die Kreiskantorin Christiane Drese. Christiane Drese
Waren.

Hinter 19 Sängern des Warener Kantatenchors liegt ein ebenso großartiges wie berührendes Erlebnis. Sie wirkten am vergangenen Wochenende an einer gigantischen Aufführung der Friedensmesse „The Armed Man – A Mass For Peace“ von Karl Jenkins in der Berliner Mercedes-Benz-Arena mit.

Beteiligt war das World Orchestra of Peace, das von Karl Jenkins persönlich dirigiert wurde – sowie 2000 Chorsänger, die nicht nur aus ganz Deutschland, sondern aus 27 Ländern stammten, unter anderem aus Litauen, Norwegen, Großbritannien, der Schweiz, Kanada, den Philippinen, Frankreich und Belgien. Anlass ist das Ende des Ersten Weltkrieges, das sich in diesen Tagen zum 100. Mal jährt.

Wie wichtig den Sängern dieser Auftritt war, zeigt sich schon in der Tatsache, dass alle ihre Beteiligung selbst finanzierten. Und zwar nicht nur den mehrtägigen Aufenthalt in Berlin, sondern auch 150 Euro für den Auftritt in der gigantischen Kulisse der Mercedes-Benz-Arena.

Die Messe wurde über 15.000 Mal gespielt

Unter den Eindrücken des Kosovo-Krieges schuf Karl Jenkins im Jahr 2000 „The Armed Man – A Mass For Peace“, übersetzt „Der bewaffnete Mann – Eine Messe für den Frieden“. Das Antikriegsstück verbindet Passagen aus Texten verschiedener Religionen und historischen Quellen. Allein bis 2013 wurde das Werk weltweit mehr als 15.000 Mal aufgeführt.

Ende September war die große Messe auch in der Warener Georgenkirche zu erleben. Mehr als 80 Musiker fanden sich dafür zusammen – ein einzigartiges Erlebnis. Wer die Aufführung in Waren und Berlin verpasst hat, kann eine Aufzeichnung des Berliner Konzertes, das nicht nur durch die Vielzahl der Musiker, sondern auch durch aufwändige Videoprojektionen beeindruckt, am späten Sonntagabend ab 23.50 Uhr auf Arte ansehen. Und wem das zu spät ist: Bis zum 1. Februar ist das Konzert in der Mediathek des deutsch-französischen Fernsehsenders zu sehen.

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