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60 neue Wohnungen direkt in der Warener Innenstadt

Geht es nach der Wohnungsgenossenschaft sollen hier bald neue Wohngebäude entstehen.
Geht es nach der Wohnungsgenossenschaft sollen hier bald neue Wohngebäude entstehen.
WGG/IGN

8000 Quadratmeter mitten in Waren – das Wohngebiet am Rosengarten soll in naher Zukunft erweitert werden. Eine Ausschreibung wird es wohl nicht geben, der Investor steht schon fest.

Noch wird am Rosengarten gebaut. Und wenn es nach dem Willen der Warener Wohnungsgenossenschaft (WGG) geht, dann bleibt das auch noch eine Weile so. Vier Häuser mit insgesamt knapp 80 Wohnungen hat das Unternehmen in der Warener Innenstadt errichten lassen. Im April des nächsten Jahres soll alles fertig sein. Dann können auch die letzten Wohnungen bezogen werden. Und bald die nächsten Bagger rollen.

Vorausgesetzt, die Stadtvertretung stimmt dem zu. In den entsprechenden Ausschüssen fanden die neuen Pläne des Unternehmens bereits Anklang. Die WGG plant die Erweiterung des Wohnparks am Rosengarten. „Mit den neuen Häusern würden wir gerne auch junge Leute und Familien ansprechen“, so Geschäftsführer Mike Albrecht. Bisher waren am Rosengarten vor allem altengerechte Wohnungen entstanden.

Die ersten Entwürfe für das Vorhaben liegen auf dem Tisch. Bereits im Spätsommer hatte die Wohnungsgenossenschaft Skizzen präsentiert. Drei neue Häuser, 60 Wohnungen, Parkgelände und eine neue Zufahrtsstraße. Rund zehn Millionen Euro soll das Vorhaben kosten, schätzt Albrecht. „Wenn die Stadt dem zustimmt, könnten wir 2015 mit den Arbeiten beginnen.“ Die Fläche, die Albrecht dafür ins Auge fasst, liegt südlich der bisherigen Wohnanlage. 8000 Quadratmeter mitten in der Warener Innenstadt. Zwischen Stadtverwaltung und Müritzeum.

Einen echten Nutzen zieht bisher niemand aus der Fläche, die der Stadt Waren gehört. Gelegentlich dient sie als wilder Parkplatz. „Die Fläche gehörte einmal zum dortigen Sportplatz und ist nach dem Bau des Parkplatzes für das Müritzeum quasi übrig geblieben“, erklärt Gunter Lüdde, Leiter des städtischen Amtes für Bau und Stadtentwicklung. Eine Bebauung war bis jetzt nie vorgesehen. Das Fehlen eines Bebauungsplanes ist für die Wohnungsgenossenschaft ein Glücksfall. Denn damit könnte sie ohne Ausschreibung direkten Zugriff auf das Gelände bekommen. „Wie die Stadtvertretung da am Ende entscheidet, können wir nicht beeinflussen“, so Mike Albrecht. Aber natürlich hoffe er auf einen direkten Zuschlag für sein Projekt. Schließlich habe das Unternehmen bereits viel Geld in die Planung investiert.

In der Tat kann die Verwaltung in diesem Fall auf eine Ausschreibung verzichten, so die Auskunft des Bauamtes. „Das wäre anders, wenn die Stadt einen konkreten Plan hätte, was dort entstehen soll. Dann müssten sich Unternehmen bewerben und Angebote unterbreiten, um das Bauland zu kaufen“, erklärt Lüdde. Dem sei die Genossenschaft mit eigenen Ideen zuvor gekommen. Sie trägt jetzt auch die Kosten für die Erstellung des Bebauungsplanes und für die Erschließung des Geländes.

Wie das Bauprojekt die bisherige Nutzung des Gebietes beeinflusst, ist derweil noch umstritten. Häuser und Zufahrtsstraße würden dann zwischen Parkflächen, Festplatz und Busbahnhof entstehen. Auf mögliche Konflikte hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung hingewiesen.