BILANZ

80.000 Besucher kamen zur Müritz Sail

Das Veranstalter-Duo und die Verwaltung haben sich zu einer Auswertung getroffen. Was hat gut geklappt und was muss sich noch verbessern?
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Die Müritz Sail ist die größte Veranstaltung in der Region. Etwa 80 000 Gäste besuchten die Sail in diesem Jahr.
Die Müritz Sail ist die größte Veranstaltung in der Region. Etwa 80 000 Gäste besuchten die Sail in diesem Jahr. Susann Salzmann
2
SMS
Waren.

Diesen Termin können sich alle Müritzer schon in den Terminkalender eintragen. Die 19. Müritz Sail 2020 findet wieder am Himmelfahrtswochenende statt. Am 21. Mai wird der Startschuss für die maritime Veranstaltung fallen, und dann soll es auch ein Wiedersehen mit der Bernsteinnixe geben, wie die Veranstalter Jörg Bludau und Steffen Kerfers ankündigen.

Denn der Schulterschluss von Müritz Sail und Müritz Saga sei dieses Jahr gut angekommen. „Das war für die Eröffnung und das Feuerwerk noch mal ein Qualitätssprung“, lobte Warens Bürgermeister Norbert Möller am Dienstagnachmittag.

"Herrentag war dieses Jahr richtig stark"

Verwaltung und Veranstalter hatten sich an einen Tisch gesetzt, um das größte Fest in der Müritzregion auszuwerten und nach vorne zu schauen. Gut möglich, dass die Bernsteinnixe nicht nur als Schauspielaktion auftauchen wird, sondern als Müritzer Sagengestalt vielleicht sogar zum Markenzeichen der Sail werden könnte.

Rund 80.000 Einheimische, Urlauber und Tagesgäste haben die Veranstaltung an den vier Tagen besucht. „Der Herrentag war dieses Jahr richtig stark, und auch der Sonnabend war unglaublich gut besucht“, sagte Jörg Bludau. Zu einer Rekordjagd mit immer größeren Menschenmassen soll es aber nicht kommen. Stattdessen schaue man, an welchen Stellschrauben man noch drehe könne.

Verbesserungen bei Parkplätzen nötig

So habe sich beispielsweise die Entscheidung gelohnt, ein Pfandsystem bei den Trinkbechern einzuführen. „Dadurch haben wir die Umwelt geschont, eine Tonne Müll und zwölf Stunden Arbeitszeit für den Stadtbauhof eingespart“, sagte Steffen Kerfers. Der Warener stand in diesem Jahr erstmals auf der Kommandobrücke, nachdem sich Eckhard Steder zurückgezogen hatte. „Mit dem Wechsel haben wir eine Tür aufgeschlagen und frischer Wind ist reingekommen, der uns beflügelt“, lobte Jörg Bludau seinen Partner.

Was sich verbessern soll, ist die Parkplatzsituation. Da die Sail am Eröffnungstag und am Samstag stets enorm viele Tagesgäste aus der Müritzregion anzieht, die mit dem Auto anreisen, müsse man überlegen, welche Flächen genutzt werden könnten, sagte Norbert Möller und bracht den Parkplatz des Müritzeums ins Spiel.

Mehr Müritzer sollen mitmachen

Aus Sicht der Polizei ist die Veranstaltung sehr gut abgelaufen. Das Sicherheitskonzept der vergangenen Jahre habe wieder gut funktioniert, ebenso die Ausdehnung der Sail in Richtung Neuer Markt mit dem Wasserspiel am Kindertag. „Woran wir arbeiten wollen, ist eine stärke Präsenz von Traditionsschiffen. Das hat durch Terminüberschneidungen und Problemen an Schleusen dieses Jahr nicht geklappt“, sagte Jörg Bludau.

Steffen Kerfers, der für das Spektakel auf dem Wasser zuständig ist, wünscht sich, dass im nächsten Jahr noch mehr Müritzer aktiv mitmachen und sich bei den Angeboten wie Drachenbootfahren, Schubkarrenrennen, Stand-Up-Paddling für den guten Zweck oder Fischerstechen noch stärker einbringen. Generell sei man stets offen für Anregungen und Vorschläge und für Unterstützung, betonte das Veranstalter-Duo.

zur Homepage
Unser Sommerhit: Nordkurier digital + gratis Tablet