Für Natur und Umwelt

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Abgeordnete ehren Umwelt-Engagement

Ausgleichsflächen für Renaturierung gesucht.

Auf der letzten Gemeindevertretersitzung in Alt Schönau zeichnete der Bürgermeister Horst Wünsche im Namen der Abgeordneten eine Einwohnerin der Gemeinde aus. „Es ist uns ein Bedürfniss, auch vonseiten der Gemeinde zu zeigen, dass wir das Engagement von Kerstin Berger, die tagtäglich den Fröschen am Krötenzaun an der Bundesstraße in Jägerhof über den Damm hilft, würdigen“, begründete der Bürgermeister. Er finde es außerordentlich wichtig, dass solche Dinge im Alltag nicht einfach untergehen, sondern in irgendeiner Form gewürdigt und anerkannt werden sollten (MZ berichtete). „Es ist ja nun auch nicht so ganz alltäglich, dass jemand ganz früh morgens aufsteht, um Kröten in einen Eimer zu sammeln und diese dann auf der anderen Straßenseite wieder frei zu lassen“, sagte er. ‹‹

Ärger mit Jugendlichen

Doch nicht nur Positives hatte der Bürgermeister von Alt Schönau mitzuteilen. So gebe es gegenwärtig Schwierigkeiten mit Jugendlichen im Ort. Diese haben die Bushaltestelle als Treffpunkt auserkoren, wogegen prinzipiell nichts einzuwenden wäre, wenn sie dort nicht ständig Müll und Dreck hinterlassen würden. Dem nicht genug, treiben die jungen Leute auch im Dorf ihr Unwesen, so dass bereits die Polizei eingeschaltet werden musste.‹‹

Fleißige Kameraden

Keine Neuigkeiten konnte Bürgermeister Wünsche in Sachen Renaturierung des Wildbaches berichten. „Der gegenwärtige Stand ist so, dass sich das Umweltamt nach Kräften bemüht, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, zumindest verwaltungstechnisch. Probleme bereiten derzeit nur einige, im ursprünglichen Bachverlauf befindliche Flächen, die der Bodenverwaltungs- und -verwertungs Gesellschaft gehören.“ Dafür müssten Austauschflächen gefunden werden.

Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass dieses Projekt in die Tat umgesetzt werde.Ein großes Lob erhielten auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Alt Schönau. Sie haben in ihrer Freizeit das Dach des Gerätehauses neu gedeckt, berichtete Wünsche. „Die Gemeinde musste lediglich die Material- und Entsorgungskosten tragen“, sagte der Bürgermeister. Er regte an, die Feuerwehr im kommenden Haushaltsjahr mit 5000 Mark für neue Bekleidung zu bedenken. Probleme bereite derzeit der Löschteich, der offenbar ein Leck hat. „Unsere Überlegungen gehen dahin, zukünftig einen Hydranten zu setzen“, sagte Horst Wünsche. Zwar seien für die Reparatur des Teiches Fördermittel vorhanden, künftig sollte allerdings eine andere, weniger aufwändige Lösung gesucht werden.

Die Verwaltung sei bereits beauftragt, Angebote für einen Hydranten einzuholen.Unmut machte sich bei den Abgeordneten über den Abwasserzweckverband breit. Dieser hatte auf einer der Sitzungen der Gemeindevertreter dargestellt, wie sich die Kosten für jeden einzelnen Anwohner bei Anschluss an das zentrale Abwassersystem zusammensetzen. „Es ist mir unverständlich, wie eine Solidargemeinschaft mit so ungleichem Maß messen kann“, ärgert sich Horst Wünsche. Dass Gebühren gezahlt werden müssen für die Anschlüsse leuchte ein, aber für die Leute, die nicht direkt im Dorfkern wohnen, werde diese Sache einfach zu teuer. Man könne sich nicht einmal dagegen wehren, da der Anschluss von Amts wegen festgelegt werden kann. „Es ist immer dasselbe, gesagt wird das eine, die Realität sieht letztlich ganz anders aus“, ärgert sich der Abgeordnete Klaus Klemmer resigniert.