BAUSTELLE AUF DER B192

Ärger wegen Riesen-Umleitung und kaputter Kreisstraßen

Könnte man die B 192 nicht auch halbseitig sperren, um die umliegenden Gemeinden zu entlasten? Die Chefin des Kreisbauamtes sagt Nein.
Momentan wird die B 192 zwischen Klein Plasten und Möllenhagen mit einem neuen Straßenbelag versehen. Die Vollsperr
Momentan wird die B 192 zwischen Klein Plasten und Möllenhagen mit einem neuen Straßenbelag versehen. Die Vollsperrung soll noch bis Anfang November andauern. Andreas Segeth
Die Bauarbeiter können die ganze Breite der Straße nutzen. Die Vollsperrung soll noch bis Anfang November andauern.
Die Bauarbeiter können die ganze Breite der Straße nutzen. Die Vollsperrung soll noch bis Anfang November andauern. Andreas Segeth
Klein Plasten.

Das Straßenbauamt Neustrelitz hat es sich bei der Ausschilderung der Umleitung der Baustelle zwischen Möllenhagen und Klein Plasten zu einfach gemacht, findet der Kreistagsabgeordnete Norbert Schumacher (Bürgerinitiative Freier Horizont) aus Penzlin. Die offizielle Umleitung über Stavenhagen benutze fast niemand. „Der Schwerlastverkehr fährt uns die Straßen kaputt“, sagte er in einer gemeinsamen Sitzung des Kreisumwelt- und Wirtschaftsausschusses am Mittwochabend.

Nach seiner Ansicht wäre es günstiger, die Bundesstraße 192 einspurig auszubauen. Das sei woanders ja auch möglich. Für das Straßenbauamt Neustrelitz seien die Arbeiten bei Vollsperrung sicher preiswerter, aber teurer für die betroffenen Gemeinden und den Kreis, welche die tatsächlich genutzten Straßen rund um die Baustelle wieder instand setzen müssen.

Tonnagebegrenzung für Straßen möglich

Die Bauamtsleiterin des Landkreises, Annette Böck-Friese, führte neben den Kosten allerdings noch einen weiteren Grund ins Feld, warum die B  192 gegenwärtig voll gesperrt ist: nämlich den Arbeitsschutz für die Bauarbeiter. Dieser sei bei einer Vollsperrung eher gegeben als bei einer halbseitigen Sperrung mit daran vorbei fließendem Verkehr. Auch der Landkreis setze deshalb eher auf Vollsperrungen.

Für die Umleitung über Stavenhagen habe das Straßenbauamt keine Alternative gehabt: Wenn es eine Bundesstraße sperre, müsse die Umleitung auch über eine Bundesstraße verlaufen. Die jetzt viel genutzte Straße über Lehsten sei eine Kreisstraße und damit eine überörtliche Verbindung. Der Landkreis habe deshalb keine Handhabe, die Fahrzeuge dürfen die Straße nutzen. Die Gemeinden hingegen könnten ihre Straßen mit einer Tonnagebegrenzung versehen.

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