Einer der vielen Lieblingsplätze der Familie in dem neuen Landhaus-Café in Neu Schönau. Das öffnet am So
Einer der vielen Lieblingsplätze der Familie in dem neuen Landhaus-Café in Neu Schönau. Das öffnet am Sonntag seine Türen und freut sich, die Gäste zu überraschen. ZVG/S. Henkel
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert. Foto:
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert. Foto: ZVG/S. Henkel ZVG/S. Henkel
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert.
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert. ZVG/S. Henkel
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert.
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert. ZVG/S. Henkel
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert. F
Drei Jahre lang hat die Familie in mühevoller Arbeit aus einem ehemaligen Schweinestall ein Café gezaubert. F ZVG/S. Henkel
Dorfleben

Ärztin erfüllt sich ihren Traum

Während sich Gastronomen in die Winterpause verabschieden, feiert ein kleines Landhaus-Café seine Eröffnung. Bevor dieser Traum wahr wurde, war viel zu tun.
Alt Schönau

Sogar der Fußboden erzählt Geschichten. Von Liebe, Fleiß, Verzweiflung und unbeschwerten Momenten. Als Sandra und Remo Henkel sich kennenlernten, schauten sie gemeinsam den französischen Film „Chocolat“. Da waren diese tollen marokkanischen Zementfliesen in der Chocolaterie und Remo Henkel versprach, irgendwann man solche Fliesen im gemeinsamen Haus zu verlegen. Er hat Wort gehalten. Sie schmücken den Boden des Wintergartens.

** Update 28. November: So lief die Eröffnung - Café vom Ansturm überrannt **

Steine vom Wildfluss schmücken jetzt den Boden

Aber nicht ganz, denn das hätte den Kostenrahmen noch weiter gesprengt. Darum wurden dazwischen auch gesammelte Steine aus dem Tagliamento, dem letzten Wildfluss in Mitteleuropa, verarbeitet. Am König der Alpenflüsse hat die Familie einige Urlaube verbracht. Und auch Ziegel eines abgerissenen Hauses hat Remo Henkel in mühevoller Arbeit zerschnitten und verwendet. Es hat drei Jahre gedauert und viel Kraft abgefordert, bis die Familie gemeinsam aus dem ehemaligen Schweinestall an ihrem alten Bauernhaus in Neu Schönau ein unvergleichbares Landhaus-Café gezaubert hat. „Wir haben geflucht, geweint und geschwitzt, haben uns gestritten, zu wenig geschlafen, sind mit Rückenschmerzen aufgewacht. Immer wieder haben wir unsere Pläne umgeschmissen. Wir haben nicht aufgegeben, an unserer Vision festgehalten, auch wenn sich die Richtung dorthin immer wieder geändert hat“, beschreibt Sandra Henkel die Zeit.

Der Ofen in der Küche wird mit Buchenholz befeuert

Morgen, am 1. Advent, öffnet das „Limlaru“ zum ersten Mal seinen Türen für Gäste, zunächst an den Adventssonntagen von 14 bis 18 Uhr und für angemeldete Feiern. Bis zu 50 Gäste finden Platz auf den Stühlen und Sofas, die alle einzigartig sind und zusammen ein besonderes Ambiente ergeben. Im Dezember wird die erste Hochzeit im Café stattfinden und auch der Ofen im Garten könnte bald für Pizza-Abende heiß laufen. Ideen gibt es ohne Ende, aber alles soll sich langsam entwickeln und richtig anfühlen. „Dinge, die man Patienten rät, wie sie das Leben meistern können, haben wir selbst falsch gemacht und uns übernommen“, sagt Sandra Henkel.

Schwere Entscheidung getroffen

Sie ist eigentlich Ärztin, hat in Röbel und Neubrandenburg in der psychiatrischen Klinik gearbeitet. Doch als das dritte der vier Kinder zur Welt kam, war klar, dass Henna mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht, und darum traf Sandra Henkel die wohl schwerste Entscheidung ihres Lebens und gab ihre Arbeit auf. „Nachdem sich die Familie etwas zurückgezogen hatte, will sie jetzt das Leben zurückholen an den Ort, den sie für sich und die Gäste geschaffen haben und wo es auch besondere sinnliche Momente geben soll.

Mehr lesen: Alter Bauernhof wird zu neuem Hofcafé

„Wir wollen unsere Gäste entführen in unsere kleine Welt aus Entzücken und Behaglichkeit. Wir lieben den Genuss und erschaffen eine Verbindung aus Düften, die Kindheitserinnerungen wachrufen, und Neugierde erweckenden Kompositionen. Dabei verwenden wir traditionelle Rezepte, die wir in die heutige Zeit versetzen und zum Leuchten bringen. Die pure Einfachheit der Zutaten soll inmitten unserer Kreativität immer die Überschrift tragen“, sagt Sandra Henkel. Den Brotteig knetet sie von Hand und in der Küche wird mit einem Ofen gebacken, der durch Buchenholz befeuert wird. Öfen sorgen in dem Café nicht nur für Wärme. Sie haben auch etwas mit dem Namen des Cafés zu tun. Eine Geschichte, die Sandra Henkel vielleicht auch den Gästen erzählt.

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