Julitz und Kaselitz im Visier
AfD-Politikerin fordert Rücktritt von Awo-Vorstandsmitgliedern

Ulrike Schielke-Ziesing (AfD) kritisiert die Ämterhäufung von zwei SPD-Politikerinnen.
Ulrike Schielke-Ziesing (AfD) kritisiert die Ämterhäufung von zwei SPD-Politikerinnen.
NK

Aus der Awo-Affäre ist längst ein Politikum geworden, das bis in die Landeshauptstadt reicht. Jetzt geraten zwei SPD-Politikerinnen unter Druck.

Die Ämterhäufung der beiden hauptberuflichen SPD-Politikerinnen Nadine Julitz und Dagmar Kaselitz hat Rücktrittsforderungen laut werden lassen. Nachdem Julitz in dieser Woche aufgrund von Arbeitsüberlastungen das Amt der Vorsitzenden des Kultur-, Bildungs- und Sozialausschuss in der Warener Stadtvertretung aufgegeben hat, nimmt die Bundestagskandidatin der AfD für den hiesigen Wahlkreis, Ulrike Schielke-Ziesing, dies zum Anlass, sowohl Julitz als auch Dagmar Kaselitz zum Rücktritt von ihren Ehrenämtern im Awo-Kreisvorstand Müritz aufzufordern.

Damit nicht genug – Schielke-Ziesing appelliert an Kaselitz zusätzlich, ihren Posten als stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses im Kreistag aufzugeben. „Dagmar Kaselitz hat von den letzten 21 Sitzung des Ausschusses 15 geschwänzt“, kritisiert Schielke-Ziesing. An die Adresse von Kaselitz und Julitz formuliert die AfD-Kandidatin mit spitzer Zunge: „Oder gibt es in der SPD ein Fachkräfteproblem, wenn angeblich parteiunabhängige Vereine hauptsächlich nur mit SPD-Kadern besetzt werden?“

Während Julitz im Landtag als Abgeordnete sitzt, ist Kaselitz als SPD-Integrationsbeauftragte der Landesregierung hauptberuflich beschäftigt.

Der Nordkurier berichtet fortlaufend über die Awo-Müritz-Affäre. Unter anderem:

Eine Themen-Seite mit allen Beiträgen zur Awo-Müritz finden Sie hier.

Kommentare (3)

De Fru Ulrike Schielke-Ziesing sall denn man sülfst dissen Posten öwernähmen. Rümhuhlen gelt jo man nu nich. Se is seeker tusendmoal beder as all de annern Frugenslüd up dissen Uort. Leve AfD se köhnen togriepen. Or hebbn se keen Lust dorto?

kann sei doch gornich bruken. De Fru Schielike-Ziesing hett wat fäl Bedrett vör. Se will doch in´n Bundestach! Daun Se dat gornich weidden? Und dat süd gornich mol so schlicht ut för ehr. Ich wünsch ehr, datt dat klappen deit. Bloss mit dat Reden vör Publikum muss sei noch n´lütt betten äuben. Is noch to upgerecht. Awer dat gift sich!

Natürlich ist das ein Grund zur Kritik. Der Handwerksmeister schmeißt seinen Gesellen auch irgendwann, wenn dieser unzuverlässig wird, da er ja noch einen anderen Job hat. Tja, dann muss man sich eben entscheiden und in solch öffentlicher Position ist das eben nicht angebracht und das ist den Lesern zuliebe noch sehr freundlich ausgedrückt. Manche Dinge werden hierzulande diskutiert die allein vom gesunden Menschenverstand her nicht weiter eruiert werden müssten.