BEI FRÜHJAHRSPUTZ

Alte Gruft auf Malchower Klosterfriedhof entdeckt

Beim Frühjahrsputz auf dem Klosterfriedhof wurde nicht nur Laub entfernt. Auch interessante Grabsteine wurden ans Licht befördert.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Dieter Halbig steht an einem Grabdenkmäler aus Sandstein. Bei ihnen sollen künftig alle Fugen verschlossen werden, damit dort kein Wasser mehr eindringen Schaden anrichten kann. Fotos (4): Nadine Schuldt
Dieter Halbig steht an einem Grabdenkmäler aus Sandstein. Bei ihnen sollen künftig alle Fugen verschlossen werden, damit dort kein Wasser mehr eindringen Schaden anrichten kann. Fotos (4): Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Bei dem Einsatz wurde auch die älteste Grabplatte des Friedhofs frei gelegt. Die Konventualin Fräulein Mathilde von Plessen wurde 1834 auf dem Friedhof beerdigt.
Bei dem Einsatz wurde auch die älteste Grabplatte des Friedhofs frei gelegt. Die Konventualin Fräulein Mathilde von Plessen wurde 1834 auf dem Friedhof beerdigt. Nadine Schuldt
Dieter Halbig hat bei der Friedhofsreinigung auch dieses alte, stark verwitterte Kreuz gefunden.
Dieter Halbig hat bei der Friedhofsreinigung auch dieses alte, stark verwitterte Kreuz gefunden. Nadine Schuldt
René Putzar (r.) packte bei der Reinigung genauso zu wie Dietmar Jackel und Jens Werner.
René Putzar (r.) packte bei der Reinigung genauso zu wie Dietmar Jackel und Jens Werner. Nadine Schuldt
Die Fugen in den Sandstein-Grabdenkmälern sollen dieses Jahr geschlossen werden.
Die Fugen in den Sandstein-Grabdenkmälern sollen dieses Jahr geschlossen werden. Nadine Schuldt
Malchow.

Bei einem Arbeitseinsatz auf dem Klosterfriedhof Malchow am Wochenende wurde nicht nur Laub beseitigt, sondern auch eine interessante Entdeckung gemacht. Mitstreiterin Margret Watta befreite einen dicken Stein von einer 15 Zentimeter hohen Erdschicht. „Darunter befindet sich wahrscheinlich eine Gruft”, sagte die 60-Jährige. Dieter Halbig bestätigte das. Er ist Vorsitzender des Fördervereins Kulturzentrum Kloster Malchow, durch den der Einsatz organisiert wurde.

Sie hätten die Gruft aber nicht gleich geöffnet, weil die Platte zu schwer war und bei der Bergung hätte brechen können, erklärte der 76-Jährige. Er vermutet, dass sich daneben weitere Gruften befinden. In Abstimmung mit der Denkmalpflege solle nun noch ein Arbeitseinsatz organisiert werden, um zu schauen, was sich in den Gruften befindet.

Bei den Reinigung sind die Helfer auch auf das älteste Grab, was sie bisher auf dem Klosterfriedhof entdeckt haben, gestoßen. „Es handelt sich um die Konventualin Mathilde von Plessen“, sagte Dieter Halbig und zeigt auf die schwer lesbare Schrift auf der Grabsteinplatte. Die Frau sei 1834 verstorben.

Verein hat noch einiges vor

In diesem Jahr will der Kloster-Verein einige Vorhaben anpacken. So werde er sich unter anderem den Sandstein-Grabdenkmälern widmen. Sie stehen auf dem Gelände der Friedhofserweiterung, die 1915 vorgenommen wurde. Dort wurden Stiftsdamen, die danach verstarben, bestattet. Eigentlich wollte der Verein die Grabsteine in diesem Jahr rundum erneuern. Doch davon ist er nun ein Stück weit abgerückt.

„Ein Steinmetz hat sich die Grabdenkmäler angeschaut und empfiehlt die Patina, eine Art natürliche Schutzschicht, drauf zu lassen“, erklärte Halbig. Würde der Sandstein gereinigt, wäre er nach fünf bis sechs Jahren wieder verwittert. Allerdings sollen die Fugen verdichtet werden, so dass künftig kein Wasser mehr eindringen und den Grabstein weiter schädigen kann. „Diese und weitere historisch weitere Grabmale sollen erhalten werden, um den Friedhofscharakter zu erhalten“, hebt er hervor.

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