Der jetzige Zustand der Brücke erfordert einen sofortigen Abriss.
Der jetzige Zustand der Brücke erfordert einen sofortigen Abriss. ZVG/Hartmut Lehmann
Bereits vor über einem Jahr hat Bürgermeister Hartmut Lehmann die Brücke sperren lassen.
Bereits vor über einem Jahr hat Bürgermeister Hartmut Lehmann die Brücke sperren lassen. Miriam Brümmer
Umweg für Radfahrer und Wanderer

Aluminium-Brücke soll marodes Holzbauwerk ersetzen

Bereits seit über einem Jahr ist die Brücke zwischen Krümmel und Buchholz gesperrt. Nun wird sie aus Sicherheitsgründen abgerissen. Der Neubau wird teurer als geplant.
Krümmel

Die alte Holzbrücke über den Wasserlauf, der den Nebelsee und den Thürensee miteinander verbindet, wird endgültig abgebaut. Damit ist die kürzeste Verbindung zwischen Buchholz und Krümmel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) für Radfahrer und Fußgänger erst einmal Geschichte. Dieser Schritt ist notwendig, weil der Brückenträger von der Feuchtigkeit so verfault ist, dass er in sich zusammensackt, machte Bürgermeister Hartmut Lehmann deutlich. Es sei nicht auszuschließen, dass trotz der Sperrung noch immer Leute diese gefährlich gewordene Verbindung genutzt haben. Jetzt könne den Weg nur noch passieren, wer durch das Wasser wate. Das sei in der Vergangenheit durchaus schon geschehen, so Lehmann. Radfahrer hätten ihre Räder geschultert und seien durch die schmale Wasserstelle gelaufen.

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Neue Brücke wird aus Aluminium gefertigt

Als Alternative bleibt vorerst ein etwa vier Kilometer langer Umweg. Doch eine neue Brücke sei bereits in Sicht – mit der Ausschreibung der Bauleistungen für die Brücke werde demnächst begonnen.

Der inzwischen schwer passierbare Weg bis zur Brücke soll von der Gemeinde so vorbereitet werden, dass der einst befestigte Weg wieder zum Vorschein kommt. Er ist in den letzten Jahren unter verrottenden Blättern und Pflanzenbewuchs verschwunden. Die neue Brücke wird dann laut Lehmann in zwei Teilen geliefert, ist 1,80 Meter breit und aus Aluminium gefertigt. Weil die Kosten massiv angestiegen sind, hat die Gemeinde in Absprache mit dem Planungsbüro Wege gesucht, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. So ist der Handlauf nicht wie geplant aus Edelstahl, sondern ebenfalls aus Aluminium. Auch die geplante Farbbeschichtung des Handlaufs fällt weg und ist nach Ansicht des Bürgermeisters ohnehin wenig sinnvoll. „Wenn da Fahrräder gegengelegt werden, wird die Farbe sowieso beschädigt und wir müssen sie erneuern. Das ist nicht unbedingt notwendig und das sind Kostenpositionen, die wir rausnehmen konnten“, informierte Hartmut Lehmann. Teurer wird die Sache, weil beispielsweise der Aluminium-Preis massiv gestiegen sei. Ursprünglich waren allein für die Brücke 120 000 Euro geplant. Doch nach Einschätzung des Bürgermeisters ist allein für die Brücke mit einer Kostensteigerung von 60 000 Euro zu rechnen. So hoch ist auch der Eigenanteil für die Gemeinde, der möglichst nicht überschritten werden soll. Mit den geplanten Änderungen an der Brücke hofft die Gemeinde, dies zu erreichen.

Förderung soll sich an Ausschreibung orientieren

Die Gesamtkosten, bei der unter anderem die Bauarbeiten für die Zuwegung berechnet sind, liegen aktuell schätzungsweise bei 260 000 Euro. Bereits im Juni wurde der Förderantrag noch nach den ersten Kostenrechnungen gestellt. Das Land habe aber immerhin signalisiert, dass die Fördersumme aufgestockt werde und sich nach den Ausschreibungsleistungen und nicht nach den Planungen richten werde. Wenn alles glatt geht, soll der Bau zum Beginn der Hauptsaison bereits abgeschlossen sein, sodass die Brücke dann im Sommer wieder vollumfänglich genutzt werden kann.

 

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