Feuerwehr braucht Ersatz

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Amt Malchow muss für neue Drehleiter sparen

Im Malchower Feuerwehrdepot steht die Drehleiter, genutzt wird sie aber für Einsätze im gesamten Amtsbereich Malchow. Marko von Malottke ist Hauptmaschinist an dem Gefährt. 
Im Malchower Feuerwehrdepot steht die Drehleiter, genutzt wird sie aber für Einsätze im gesamten Amtsbereich Malchow. Marko von Malottke ist Hauptmaschinist an dem Gefährt.
Petra Konermann

Die Drehleiter der Malchower Feuerwehr ist alt und soll bald in den Ruhestand geschickt werden. Doch eine neue ist teuer.

Die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Malchow leistet ihren Dienst. Sie ist voll einsatzbereit, und doch wird über ihr Ende nachgedacht. Denn die zu erwartenden Reparaturkosten werden eine wirtschaftliche Nutzung der Drehleiter künftig kaum mehr möglich machen. Und noch ein Umstand kommt hinzu: „Die Drehleiter ist mittlerweile so alt, dass es bald auch keine Ersatzteile für sie mehr geben wird“, blickt Malchows Amtswehrführer René Boldt in die Zukunft.

Allein die 2021 anstehende Generalinspektion würde mit rund 70 000 Euro zu Buche schlagen – und obendrauf kämen dann auch noch die Materialkosten für die Mängelbeseitigung, die die Feuerwehrleute als Folge der Inspektion erwarten.

Gemeinden werden über Amtsumlage beteiligt

Rechtzeitig tritt die Amtswehrführung daher auf die Bremse für die alte, und sie hat die Anschaffung einer neuen Drehleiter auf den Weg gebracht. „Alle Wehrführer aus dem Amtsbereich waren sich einig, dass wir handeln müssen“, fasst Boldt die Beratungen innerhalb der Wehren zusammen. Und auch die Mitglieder im Amtsausschuss, in dem die Bürgermeister der Amtsgemeinden und Vertreter der Stadt Malchow an einem Tisch sitzen, haben gehandelt: Einstimmung hatten sie ihre Zustimmung für die Neuanschaffung gegeben.

Dieses Projekt ist beileibe kein Pappenstiel, so Amtswehrführer Boldt. Immerhin wird das neue Gerät zwischen 750 000 und 800 000 Euro kosten. „Über Fördermittel vom Land und auch des Kreises wollen wir natürlich versuchen, die Kosten für die Stadt und die Gemeinden gering zu halten“, sagt er. Dass aber die Gemeinden sich wohl über die Amtsumlage an der Finanzierung der Drehleiter beteiligen müssen, ist klar. „Deshalb gehen wir dieses wichtige Projekt auch frühzeitig an, so dass die Gemeinden Zeit haben, trotz angespannter Haushaltslagen Geld dafür zu sparen“, macht Birgit Kurth, Bürgermeisterin von Nossentiner Hütte und gewählte Amtsvorsteherin, deutlich.

Schon gebraucht gekauft

2011 hatte die Drehleiter für Malchow und Umgebung ihren Dienst aufgenommen, angeschafft worden ist sie seinerzeit als Amts-Drehleiter – damals ein Novum. Aber auch vor sieben Jahren schon war die Drehleiter nicht nagelneu: Sie wurde bereits 1995 gebaut und kam als gebrauchtes, aber generalüberholtes Gerät in die Inselstadt und wurde auch mal ramponiert.

„Die Drehleiter ist ein wichtiges Gerät, dass wir hier in der Region brauchen“, macht der Amtswehrführer deutlich. Von Mai 2016 bis September 2018 ist sie beispielsweise 74 Mal im Amtsbereich ausgerückt. Zunehmend werde das Gerät auch bei technischen Hilfeleistungen gebraucht.

Damit man von einem plötzlichen Aus der alten Drehleiter nicht eines Tages überrascht werde, wurde jetzt gehandelt. Noch aber wird es wohl einige Zeit dauern, bis die Finanzierung steht.