Das neue Spielgerät und der Container für den Rettungsschwimmer ergänzen den Klinker Badestrand. Doch ein Rettu
Das neue Spielgerät und der Container für den Rettungsschwimmer ergänzen den Klinker Badestrand. Doch ein Rettungsschwimmer wurde bis jetzt nicht gefunden, der für die Sicherheit der Badegäste sorgt. Bürgermeisterin Jana Böckmann und Gemeindevertreter Oliver Kell geben die Hoffnung aber nicht auf. Miriam Brümmer
Badesaison

An der Müritz fehlen Rettungsschwimmer

In der kommenden Woche sollen die Temperaturen wieder steigen und damit die Strände wieder voller werden. Doch es fehlen Rettungsschwimmer.
Müritzregion

Wasserrettung steht in großen Buchstaben auf dem noch immer ungenutzten Container, der im Zuge der Erneuerung des Klinker Badestrandes vor dem Klinker Schloss bereits im vergangenen Jahr für einen möglichen Rettungsschwimmer aufgestellt wurde. Seitdem steht dort auch ein Klettergerüst für Kinder, das die Gäste zahlreich anlocken soll. Einen Rettungsschwimmer gibt es aber auch in diesem Jahr für die Klinker nicht. „Wir hätten gerne eine Bewachung zwischen 10-18 Uhr“, teilte Bürgermeisterin Jana Böckmann dem Nordkurier mit. Doch trotz vieler Bemühungen auch über das Amt Seenlandschaft „konnten wir keine Rettungsschwimmer für unseren Strand verpflichten“, fügt sie hinzu.

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DLRG hat keine Kräfte vor Ort

Sie hoffe, dass sich die Situation möglichst bald ändere. Das Baden sei wie in den Jahren zuvor uneingeschränkt möglich, jedoch in eigener Verantwortung, denn Rettungsschwimmer konnten für Klink nicht gefunden werden, teilte Anica Pape vom Amt Seenlandschaft, verantwortlich für Beschaffung, Kultur und Tourismus, mit. „Wir haben schon seit Jahren versucht, über die Wasserwacht vom DRK welche zu bekommen“, sagte sie dem Nordkurier. Aber die hätten keine Kapazitäten, um alle Strände in der Region abzusichern.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) sei zwar interessiert, habe aber keine Kräfte vor Ort. Eine Betonnung im Wasser, an der die Boote den Beginn des Strandbereiches sehen können, werde es jedoch wieder geben. Anders sieht es in Waren aus. Dort hat die Badesaison immerhin schon am Volksbad in Waren-West begonnen. Es wird bis zum 10. September täglich von 9 bis 18 Uhr durch Rettungsschwimmer abgesichert. Die Rettungstürmen an der Feißneck und in Ecktannen werden mit dem Pfingstwochenende zum Leben erweckt, bis zum Beginn der Sommerferien vorerst an den Wochenenden.

Nach den Sommerferien nur noch am Wochenende

Die Badestelle Feisneck wird in der Zeit von 9 bis 18 Uhr und die Badestelle Ecktannen in der Nähe des Campingplatzes von 10 bis 18 Uhr besetzt sein. In den Sommerferien erfolgt die Absicherung durch Rettungsschwimmer an beiden Stränden täglich in den genannten Zeiträumen. Nach den Sommerferien reduziert sich die Absicherung bis Ende August wieder auf die Wochenenden, teilte Warens Stadtsprecherin Stefanie Schabbel mit.

Das Röbeler Seebad öffnet seine Tore von 10 bis 20 Uhr, wenn das Thermometer morgens um 10 Uhr 20 Grad Celsius anzeigt. „In der Zeit ist auch ein Rettungsschwimmer vor Ort“, das Personal werde von der Röbeler Tourismus GmbH gestellt, das sonst in der Therme für die Sicherheit der Badegäste sorge, informierte Karsten Thorun von der Stadt Röbel. Im Gegensatz zu den anderen Strandbädern in der Region zahlen die Strandgänger in Röbel Eintritt. Für Kinder liegt der bei einem Euro. Erwachsene zahlen zwei. Außerdem gibt es eine Familienkarte für fünf Euro. Dafür können dann zwei Erwachsene und drei Kinder baden gehen. „Ab 17.30 Uhr werden alle Preise halbiert“, so der Stadtsprecher weiter.

Seit dieser Woche schwimmen auch die Malchower auf der sicheren Seite. Dort ist das Strandbad bis zum 4. September täglich von 10 bis 18 Uhr bewacht. Wenn das Wetter im September jedoch noch weiter zum Baden einlädt, werde die Situation noch einmal neu betrachtet, informierte Thomas Neske, stellvertretender Amtsleiter und Verantwortlicher für den Tourismus. Er bestätigte, dass es auch für Malchow nicht immer leicht sei, Rettungsschwimmer zu bekommen. Umso erfreulicher sei es, dass das Badevergnügen in diesem Jahr wieder auf sicheren Beinen stehe. Wie aus dem Malchower Rathaus zu erfahren war, sind auch die direkten Arbeiten am Strand an den Liegeflächen beendet worden, „damit das Badevergnügen nicht gestört wird“, so Bürgermeister René Putzar. Die weiteren Arbeiten unter anderem an den Spielgeräten und am Rettungsturm sollen im Herbst wieder aufgenommen werden.

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