Rüdiger Prehn (Die Linke) wehrt sich gegen Extremisten.
Rüdiger Prehn (Die Linke) wehrt sich gegen Extremisten. Ingmar Nehls
Bei einer Gedenkveranstaltung soll Rüdiger Prehn angegriffen worden sein.
Bei einer Gedenkveranstaltung soll Rüdiger Prehn angegriffen worden sein. MiG
Angriff in Waren

Angriff auf Stadtpräsident – Stadt und Polizei mauern

Die Warener Polizei hat wegen der Vorfälle bei der Gedenkfeier auch mit dem Präsidenten der Stadtvertretung gesprochen. Es gibt Verbesserungsbedarf in Thema Sicherheit in Waren.
Waren

Zwei Tage nach dem Angriff auf Rüdiger Prehn (Die Linke) bei der Gedenkveranstaltung am Mittwoch in Waren hat der Präsident der Stadtvertretung Strafanzeige gestellt. Das teilte Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) dem Nordkurier am Freitag mit.

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Nachdem es einige Unklarheiten und auch widersprüchliche Aussagen zu dem Polizeieinsatz gegeben hatte, setzten sich am Freitagvormittag Norbert Möller, Rüdiger Prehn und Hauptrevierleiterin Kathrin Jähner zusammen, um über die Geschehnisse zu reden. Sowohl die Polizei als auch Möller teilten mit, dass es ein konstruktives Gespräch gewesen sei. Details, die mehr Licht ins Dunkel gebracht oder Widersprüche aufgelöst hätten, wurden nicht veröffentlicht.

Mehr Polizei beim Volkstrauertag

Man habe sich aber darauf verständigt, zukünftig intensiver vor solchen Anlässen zu kommunizieren. „Da ist noch ordentlich Luft nach oben“, sagte Möller. Ein gutes Beispiel soll der Volkstrauertag am Sonntag sein. Wie Möller sagte, werde die Polizei dort sowohl in Zivil als auch uniformiert starke Präsenz zeigen, weil auch damit zu rechnen sei, dass Rechtsextreme vor Ort sein werden.

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Nachdem sich am Donnerstag schon Norbert Möller, Nadine Julitz (SPD), die Landesvorsitzenden der Linken und die Warener SPD-Fraktion, zu dem Vorfall geäußert hatten und sich solidarisch zu Prehn zeigten, meldete sich auch die Warener Links-Fraktion. Mit Bedauern und großem Entsetzen habe man die Ereignisse während, vor und nach der Gedenkveranstaltung wahrgenommen, schreibt Heiko Seifert. „Die aggressive Störung vor und nach der Veranstaltung ist zu verurteilen. Ein Zeichen wurde am Donnerstag gesetzt, indem wieder neue Blumen am Gedenkstein niedergelegt wurden“, so Seifert. Weitere Unterstützung werde am Volkstrauertag bekundet. Der Vorsitzende des Kreisvorstandes der Linken habe neben den Mitgliedern der Stadtfraktion seine Teilnahme zugesagt.

Anlässlich des Volkstrauertags am Sonntag organisieren Stadtverwaltung und Stadtvertretung eine Gedenkveranstaltung mit einer anschließenden Kranzniederlegung am Gedenkstein für die Gefallenen beider Weltkriege. Vor dem Hintergrund des aktuellen Kriegsgeschehens in der Ukraine bekomme das Trauern, Gedenken und Mahnen eine besondere Bedeutung, heißt es in der Einladung.

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