ANKLAGE GEGEN MANN AUS ALT RHESE

Sarah H. starb nach Misshandlung mit Peitsche

Die 32-Jährige hatte bei dem nun Angeklagten in Alt Rehse gelebt. Wochen nach ihrem Tod wurde ihre Leiche in seinem Haus gefunden. Nun wurden grausame Details über das Ende der aus einer Sat1-Kuppelshow bekannten Frau bekannt.
dpa
In diesem Haus in Alt Rehse war die tote Sarah H. gefunden worden.
In diesem Haus in Alt Rehse war die tote Sarah H. gefunden worden.
Neubrandenburg.

Im Fall der toten Sarah H. hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Freitag Anklage gegen einen 51-jährigen Mann aus Alt Rehse erhoben. „Die Anklage der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wirft dem Angeschuldigten vor, im Sommer diesen Jahres – das genaue Datum lässt sich nicht bestimmen – in Alt Rehse eine Frau, seine damalige Lebensgefährtin, gefesselt und mit einer Peitsche so erheblich misshandelt zu haben, dass das Opfer an den Folgen der Misshandlungen verstorben ist“, teilte Carl Christian Deutsch, Pressesprecher des Landgerichts Neubrandenburg mit. Der Täter soll dies allerdings nicht beabsichtigt haben. Die Anklage lautet deshalb auf Körperverletzung mit Todesfolge. Der Regelstrafrahmen dieser Vorschrift reicht von drei Jahren bis maximal 15 Jahren Freiheitsstrafe.

Die Tote soll gefesselt gewesen sein

Daneben wird dem Angeschuldigten vorgeworfen, eine Freiheitsberaubung mit Todesfolge begangen zu haben, weil die Frau gefesselt gewesen sein soll. Weiter soll sich der Angeschuldigte noch des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und der Körperverletzung schuldig gemacht haben. Hintergrund ist, dass sich der Angeschuldigte der Verhaftung widersetzt haben soll.

Die Polizei war am 9. August wegen Ruhestörung zu dem Haus nach Alt Rehse gefahren. Dabei hatten die Beamten durch Zufall eine stark verweste Leiche in seinem Haus gefunden. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um die 32 Jahre alte Sarah H. aus Rheinland-Pfalz. Sie war durch eine Sat1-Kuppelshow einem Millionen-Publikum bekannt geworden und hatte zuletzt bei dem 51-Jährigen, der als Reichsbürger und Sonderling gilt, gelebt. Dorfbewohner hatten die junge Frau, die unter gesetzlicher Betreuung stand, aber schon seit Wochen nicht mehr gesehen und das Schlimmste befürchtet. Die Tote soll laut vorherigen Angaben der Staatsanwaltschaft zuvor schon zwei bis vier Wochen in dem Haus gelegen haben.

Der Verdächtige hatte lange keine Angaben zu dem Fall gemacht, was die Ermittlungen verkomplizierte. Im Prozess werde es laut Deutsch auch um die Schuldfähigkeit des Angeklagten gehen.

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Kommentare (1)

Hast Du eine Leiche im Keller, dann vermeide Lärm. Die Nachbarn rufen sonst die Polizei. Weil sie sich in ihrer Ruhe gestört fühlen. Nicht etwa, weil sie angeblich schon seit Wochen das Schlimmste befürchtet hätten.