Anwältin erschossen

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80-jähriger Warener wegen Totschlags verurteilt

Der Angeklagte vor Gericht.
Der Angeklagte vor Gericht.
Thomas Krause

Im Prozess um die erschossene Anwältin aus Waren ist das Urteil gefallen. Die Verteidigung und die Anklage hatten Haftstrafen gefordert – allerdings in unterschiedlicher Höhe.

Am Dienstagnachmittag ist das Urteil gegen den 80-jährigen Siegfried B. aus Waren gefallen. Das Gericht sprach den Mann wegen Totschlags und illegalen Waffenbesitzes schuldig, er muss für 7 Jahre und 8 Monate ins Gefängnis. 

Die Verteidiger hatten zuvor 3 Jahre 6 Monate Haft wegen Totschlag in minderschwerem Fall beantragt. Die Staatsanwaltschaft forderte am Dienstag hingegen 8 Jahre 6 Monate Haft wegen Totschlags. "Das war eine Form von Selbstjustiz, die der Staat nicht dulden darf", sagte der Ankläger am Landgericht Neubrandenburg. Die Nebenkläger beantragten eine Verurteilung wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen.

Die Tat sei nicht geplant gewesen. Gleichwohl nannte Richter Jochen Unterlöhner die drei Schüsse auf die Juristin eine "hinrichtungsähnliche Vorgehensweise".

Der Rentner hatte gestanden, eine 67-jährige Rechtsanwältin in deren Warener Kanzlei am 1. Februar erschossen zu haben. Die Tat sei aber nicht geplant gewesen. Im vorangegangenen Streit ging es um eine Summe von etwa 94.000 Euro, die die Anwältin beziehungsweise deren Ehemann dem Angeklagten schuldeten. Trotz eines Gerichtsurteils von 2014 hatten sie das Geld noch nicht zurückgezahlt. Der Streit dauerte insgesamt 19 Jahre.

 

Kommentare (6)

hat keine Zeit, Jahre auf sein Geld zu warten. Wollten sie ihn hinhalten und warten bis er gestorben ist?

Es wäre besser, man hätte, die Anwältin verurteilt, wegen Betrug, dann wäre es nicht soweit gekommen. Eine Krähe, hackt der andere kein Auge aus. Ich wünsche das er noch, zum Genuss, seines Geldes kommt.

Aber nein, selbst eine Anwältin aus Neubrandenburg, die vom LG zu einem Jahr Freiheitsstrafe wegen Untreue verurteiltz wurde, darf munter weiter machen. Da hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus.

braucht er das Geld nun auch nicht mehr.

Die langatmige Justiz trägt eine Mitschuld an dieser Tat.

Mal läuft, das Fass voll, nun ist das Geschrei groß, die Anwältin, hätte man bestrafen sollen. Bisschen Geld hätte man ihm mitgeben können, für eine Einstandsrunde.