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Warum vermisst niemand seine Katze?

Margret Kuhlmann sagt selbst von sich, dass sie die „Katzenmutti“ ist. Es tut ihr in der Seele weh, dass die Tiere hier ausharren müssen.
Margret Kuhlmann sagt selbst von sich, dass sie die „Katzenmutti“ ist. Es tut ihr in der Seele weh, dass die Tiere hier ausharren müssen.
Elke Enders

Offenbar fragen nur wenige Samtpfotenhalter auf der Suche nach ihrem Tier bei der „Katzenmutti“ in Malchow nach.

Für Margret Kuhlmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Waren, ist es Rätsel und Entsetzen zugleich: Wie kommt es, dass so viele derart zahme Katzen im Tierheim landen? Sie sind dankbar für jede Form der Zuneigung. „Irgendjemand muss sie doch vermissen“, fragt sich Margret Kuhlmann, der die Vierbeiner in der Seele leid tun. Umso mehr ist sie bemüht, ihnen in jeder freien Zeit ein paar Streicheleinheiten zu bieten. Und Margret Kuhlmann hat eine Vermutung. „Man hört so oft, dass Katzen weggelaufen sind oder vermisst werden, aber auf die Idee, bei uns im Tierheim Malchow nachzufragen, kommen die wenigsten“, weiß sie aus leidlicher Erfahrung. Dabei gebe es sehr wohl Zeitgenossen, die aufgefundene Tiere hier abgeben. Und dann sitzen sie da, hinter Käfiggittern – die, die sonst dem Menschen ein treuer Begleiter waren. Deshalb der Appell: Auch zur Zeit befinden sich gepflegte und äußerst zutrauliche Katzen und Kater in der Malchower Einrichtung. Wer sein Tier vermisst, sollte vorbeischauen. Und wer erwägt, sich ein Tier anzuschaffen, kann ebenfalls fündig werden.