Schulleiterin Manuela Bielke (links im Bild) rief die Kinder in einer Andacht anlässlich des Krieges in der Ukraine dazu
Schulleiterin Manuela Bielke (links im Bild) rief die Kinder in einer Andacht anlässlich des Krieges in der Ukraine dazu auf, dankbar dafür zu sein, dass es ihnen gut geht. Miriam Brümmer
Das Wort „Frieden“ prangt in drei Sprachen auf dem Schulhof, darüber die Gedenkkerze.
Das Wort „Frieden“ prangt in drei Sprachen auf dem Schulhof, darüber die Gedenkkerze. Miriam Brümmer
Kerzen für den Frieden

Arche-Schule Waren gestaltet Andacht für die Ukraine

Kinder kommen täglich mit den Ereignissen in der Ukraine in Berührung und gehen ganz unterschiedlich damit um.
Waren

Frieden, Peace und Mir sind mit Kreide auf die Betonplatten geschrieben. Daneben brennt eine Kerze. Manuela Bielke, die Schulleiterin der Arche Schule in Waren (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hat sie zur Andacht auf dem Schulhof angezündet. Überall hören die Kinder vom Krieg in der Ukraine, im Radio, im Fernsehen, bei Gesprächen unter Erwachsenen und in der Schule. Das beschäftige die Kinder sehr, sagte die Schulleiterin. Aus diesem Grund gab es am Mittwoch eine Andacht auf dem Schulhof, in der die Schulleiterin die Jungen und Mädchen dazu aufrief, dankbar für all das zu sein, was die Menschen und Flüchtlinge jetzt nicht haben; ein Bett, Brot und beide Elternteile, denn viele ukrainische Kinder mussten ihre Väter, ihre großen Brüder oder Onkel zu Hause lassen. „Uns geht es hier gut. Das schätzen wir manchmal gar nicht“, sagte sie zu den Kindern.

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Etliche Familien haben gespendet

Nach dem Entzünden der Kerze wurde gemeinsam das „Vater unser“ gesprochen und der Ukrainer gedacht. In vielen Gesprächen mit Eltern und Schülern habe Manuela Bielke erfahren, dass bereits in etlichen Familien gespendet und geholfen wurde. „Das finden wir gut und unterstützen das in jedem Fall. Wir werden den karitativen Aspekt im Blick behalten und zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Zusammenhang noch einmal an die Ukraine erinnern“, so die Schulleiterin. Im Moment solle die Entwicklung abgewartet werden, um die Kinder mit dem Thema Krieg und allem, was dazugehört, nicht zu überfordern.

Friedenstauben am Fenster

Auf längere Sicht soll es Projekte geben, bei denen sich vor allem die Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligen können, um zu helfen. Vorstellbar sei zum Beispiel ein Spendenlauf. Doch das seien vorerst Ideen. Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Bereits zu Beginn des Einmarschs der russischen Truppen in die Ukraine wurde das Thema in den Klassen besprochen. Viele Klassen haben sich entschieden, ihre Fenster neben den sonst üblichen Frühlingsbildern auch mit Symbolen des Friedens zu gestalten. In der zweiten Klasse wurden zum Beispiel Friedenstauben an die Scheiben geklebt.

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