Preis zieht an

Auch Trinkwasser wird in Waren teurer

Seit 25 Jahren sind die Wasserpreise für die Warener nicht gestiegen. Damit ist jetzt Schluss. Ab Januar müssen die Stadtwerke-Kunden für das Nass aus der Leitung mehr Geld bezahlen.
Petra Konermann Petra Konermann
Seit 1993 war der Preis stabil.
Seit 1993 war der Preis stabil. © sveta - Fotolia.com
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Waren.

Die Warener müssen sich ab dem 1. Januar nicht nur auf eine Strompreiserhöhung, sondern auch auf höhere Preise für Trinkwasser einstellen. Der Verbrauchspreis für 1000 Liter Wasser, also einem Kubikmeter, steigt von derzeit 1,0992 Euro netto (1,18 Euro brutto) auf dann 1,25 Euro netto (1,34 Euro brutto). Das teilten jetzt die Stadtwerke Waren mit. Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahreswasserverbrauch von rund 120 Kubikmetern ergibt sich nach Angaben der Stadtwerke Waren durch die Preisänderung eine Kostenerhöhung in Höhe von jährlich 19,36 Euro.

Als einzige so lange mit stabilem Preis

Die meisten Warener werden sich nicht daran erinnern können, dass sich die Preise für ihr Trinkwasser schon einmal geändert haben, so die Stadtwerke in einer Presseerklärung. Denn seit dem 1. Oktober 1993, seitdem die Stadtwerke vor mehr als 25 Jahren die öffentliche Wasserversorgung von der damaligen Neubrandenburg Wasser AG übernommen haben, ist der Preis für ein Kubikmeter Wasser stabil geblieben. „Nach unserer Kenntnis sind wir damit der einzige Wasserversorger, der die Preise über einen so langen Zeitraum stabil halten konnte“, heißt es dazu von den Warener Stadtwerken.

Eigene Aufwendungen seien gestiegen

Neben der Veränderung der Abnahmemengen, insbesondere in Folge der Produktionsschließung eines Großkunden vor zwei Jahren habe sich in den Jahren auch die Kostensituation geändert. Zum einen sei zum 1. Januar 2016 durch das Land das Wasserentnahme-Entgelt von 5 Cent pro Kubikmeter auf 10 Cent pro Kubikmeter angehoben worden. Zum anderen seien die Aufwendungen für die Wasseraufbereitung und –förderung gestiegen, um den hohen Qualitätsauflagen des Wassers gerecht zu werden, erklären die Stadtwerke die Preiserhöhung.